Peter Hahn, 2007. Foto H&S

Über Peter Hahn

 

Geboren in Sonneberg, einem Landstrich zwischen dem südlichen Thüringen (Ost) und dem nördlichen Oberfranken (West). 1973 unternahm er in einem Kofferraum seine bisher kürzeste und teuerste Reise von Ost- nach West-Berlin. Nachdem ihn die Deutschlandhalle Berlin erst einmal „aufgefangen“ hatte, holte ihn Ulrich Eckhardt 1974 zu den Berliner Festspielen. Bis 1979 war er dort für die Bereiche Theater, Tanz, Kleinkunst und das Theatertreffen zuständig. Für Walter Bachauer übernahm er die Produktionsleitung der Metamusikfestivals 1974, 1976 und 1978. Von 1979 bis 1985 war er Direktor des Theater am Turm in Frankfurt am Main. Seit 1986 Autor für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, ab 1993 auch für die zur FAZ-Gruppe gehörende „Märkische Allgemeine Zeitung“.

 

Zu seinen Initiativen gehören 1988 die Programmgestaltung für die Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Pogromnacht mit der Präsentation sämtlicher Kompositionen von Theodor Adorno und die Lesung der „Ermittlung“ von Peter Weiss in der Frankfurter Paulskirche.

 

Als Gründungsdirektor besorgte er 1992/93 für die „Stiftung Kulturfonds“ die Umwandlung des ehemaligen DDR-Erholungsheims zum „Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf“. Unter seiner Leitung wurden Herrenhaus, Orangerie und Park saniert und die Arnimsche Erinnerungsstätte eingerichtet.

 

 

 

 

Zum Fontane-Jahr 1998 entstand im Auftrag der „Märkische Allgemeine Zeitung“ das Dialogstück „Fontane & Fontane“ mit Thomas Bading und Daniel Morgenroth. Es folgten die Initiativen „Lange Nacht auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf“ (2003), Eröffnung der „Information in der Schleusnerbude“ auf der Kleinmachnower Schleuse (2008) sowie die Umsetzung des historischen Straßenbahnwagens der „Linie 96“ von Teltow an die Kleinmachnower Schleuse als Informationszentrum (2009). Das Auswärtige Amt ernannte ihn zum Kurator der Ausstellung „Alfons & Jeannie von Mumm“ im Castello Brown in Portofino (2013). Dazu entstand ein dreisprachiger Ausstellungskatalog.

 

Publikationen

 

Literatur in Frankfurt. Ein Lexikon zum Lesen. Herausgegeben von Peter Hahn mit Fotos von Andreas Pohlmann. Athenäum Verlag Frankfurt, 1987

Zerstörung Verlust Erinnerung. Essays und Materialien. Herausgegeben in 16 Einzelbänden von Peter Hahn zum 50. Jahrestag der Pogrom-Nacht vom 9. November 1939 mit Beiträgen von Dieter Bartetzko, Mechthild Curtius, Gregor Dotzauer, Ria Endres, Adolf Heinzlmeier, Helga Heubach, Hilmar Hoffmann, Hans Hütt, Volker Kühn, Burkhardt Lindner, Gert Mattenklott, Hans Scherer, Sigfried Schibli, C. Bernd Sucher und Karsten Witte. Stadt Frankfurt am Main, 1988

Südwestkirchhof Stahnsdorf. Lexikon, Lesebuch, Parkführer. Von Peter Hahn. Oase Verlag, 2003

Staats- und Domchor Berlin. Ein Lese- und Bilderbuch. Von Peter Hahn. Oase Verlag, 2004

Teltowkanal. Stationen, Wege, Geschichten. Mit Beiträgen von Matthias Anke, Josef Drabek, Peter Hahn, Christian Havestadt, Heinz Helwig, Andreas Katz, Armin Klein, Jens Steglich, Jürgen Stich, Thomas Vieweg und Konstanze Wild. Herausgegeben von Peter Hahn und Jürgen Stich. Oase Verlag, 2006

Berliner Friedhöfe in Stahnsdorf. Geschichte, Geschichten, Personen. Von Peter Hahn. Oase Verlag, 2010.

Emil Krebs. Kurier des Geistes. Mit Beiträgen von Katrin Amunts, Otto Julius Bierbaum, Peter Hahn, Gunnar Hille, Eckhard Hoffmann, Emil Krebs, Antonio Reda, Hans-Ulrich Seidt und Jürgen Stich. Herausgegeben von Peter Hahn. Oase Verlag, 2011

Die Weißlers. Aufzeichnungen von Johannes Weißler. Redaktion Peter Hahn. Oase Verlag, 2011

Mumm. Diplomat, Photograph & anders als die Anderen. Von Peter Hahn. Oase Verlag, 2012

Ausstellung und Katalog Alfons & Jeannie von Mumm in Portofino. Kurator im Auftrag des Auswärtigen Amts, 2013

Teltowkanal. 80 Stationen & Geschichten. Von Peter Hahn & Jürgen Stich. Oase Verlag, 2014

Rudolf Nadolny. Der unbequeme Diplomat. Von Peter Hahn. Oase Verlag, 2014

Friedenau. Geschichte & Geschichten. Von Peter Hahn & Jürgen Stich. Oase Verlag, 2015

Parklandschaft und Totengarten. Wilmersdorfer Waldfriedhof Güterfelde. Eine Spurensuche. Ein Film bon Eberhard Derlig und Peter Hahn, 2015. .

 

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