Kurt Hilscher (1904-1980)

 

Jean-Claude Hilscher ist der Sohn des Malers und Gebrauchtgrafikers Kurt Hilscher. Er wurde am 27. Mai 1931 in Paris geboren, besuchte die Grundschule in Berlin Friedenau, Offenbacher Straße, und bestand am 8. Juni 1951 das Abitur. Danach studierte er in Berlin und Tübingen Chemie. An der Freien Universität Berlin promovierte er zum Dr. rer. nat. und arbeitete anschließend 33 Jahre als Chemiker bei Schering. Dort forschte er „Zur Chemie des Hexachlorbicyclohepten-bis-hydroxymethylens und seiner cyclischen Sulfite“ und sicherte sich 1981 das Europäische Patent Nr. EP0056358 „2-(Haloergolinyl)-N'N'-diäthylharnstoff-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Arzneimittel“. Nach seiner Pensionierung begann er 1994 an der FU ein Studium in Kunstgeschichte, das er mit der Magisterarbeit „Über Varieté und Zirkus im Werk Kurt Hilschers“ abschloss. Nach anderthalb Jahren beschloss er in diesem Fach ebenfalls zu promovieren und bestand am 25. Mai 2009 die Prüfung zum Dr. phil.

Mit dieser Arbeit stellt Jean-Claude Hilscher seinen Vater als einen Menschen vor, der Werbung zeitlebens als ein Bindeglied zwischen Kunst und Wirtschaft betrachtete, und bestrebt war, den Raum für Kunst, der bei derartigen Auftragsprodukten übrig bleibt, ganz selbstverständlich voll auszufüllen. Davon zeugen die Arbeiten von Kurt Hilscher für Berliner Firmen, deren Namen heute nur noch Schall und Rauch sind, Frau Elise Bock GmbH, Leichner Kosmetik oder Paicos Cigarettenfabrik. Diese Dissertation ist nicht nur ein mehrere Jahrzehnte umfassendes Zeitdokument zur Gebrauchsgrafik, sie ist zugleich eine kulturhistorische Zeitreise.

Da ihm das nicht genug war, legte er 2008 dem Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin seine Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Dr. phil. vor. Mit seinem zweiten Doktortitel stellt Jean-Claude Hilscher seinen Vater als einen Kunstmaler und Grafiker vor, der Werbung zeitlebens als ein Bindeglied zwischen Kunst und Wirtschaft betrachtete, und bestrebt war, den Raum für Kunst, der bei derartigen Auftragsprodukten übrig bleibt, ganz selbstverständlich voll auszufüllen. Davon zeugen die Arbeiten von Kurt Hilscher für Berliner Firmen, deren Namen heute nur noch Schall und Rauch sind, Frau Elise Bock GmbH, Leichner Kosmetik, Schwarzlose Parfums oder Paicos Cigarettenfabrik. Diese Arbeit ist nicht nur ein mehrere Jahrzehnte umfassendes Zeitdokument zur Gebrauchsgrafik, sie ist zugleich eine kulturhistorische Zeitreise.

 

Arbeiten von Kurt Hilscher

 

 

Weiteres in Vorbereitung

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