Engel von Otto Wesche am Zwickauer Dom

Otto Wesche (1840-1914)

Wilhelmstraße Nr. 16 (heute Görresstraße Nr. 21)

 

Otto Wesche war Mitinhaber der Zwickauer Firma Wesche & Ramcke. Bekannt ist, dass er den Engel am Westportal des Zwickauer Doms und 1894 ein Relief für das Familiengrab Wesche fertigte. 1897 kommt er im Alter von 57 Jahren nach Berlin, wo er zunächst in der Schillerstraße Nr. 47 in Charlottenburg wohnt und ein Atelier in der Brückenallee Nr. 31 in Tiergarten nutzt. Offensichtlich fasziniert vom Erfolg von Klein Carrara erwirbt Otto Wesche 1900 von Witwe Johanna Pählchen einen Teil ihres Grundstücks. Fortan existieren in der Wilhelmstraße Nr. 15 (Fuhrhof Pählchen) und Nr. 16 (Landhaus Wesche). Zusätzlich kauft er einen 6 m breiten Landstreifen hinzu als Einfahrt für ein von Architekt Otto Rehnig (1864-1925) entworfenes Ateliergebäude mit je zwei Bildhauerateliers im Erdgeschoss und zwei Malerateliers im Obergeschoss. Wesche dachte wohl an den Bildhauerhof in der Wilhelmstraße Nr. 7, wo Valentino Casal seine Ateliers vermietete. Otto Wesche starb 1914 und wurde später im Zwickauer Erbbegräbnis beigesetzt. Nach seinem Tod bleibt das Grundstück bis mindestens 1945 im Besitz der Familie Wesche.