Gymnasium und Schuldirektorenwohnhaus, 1921

Schuldirektorenwohnhaus

Perelsplatz Nr. 5

Baudenkmal

Entwurf Architekt Johannes Duntz

Bauherr Gemeinde Friedenau

1905-1906

 

Das östlich vom Gymnasium erbaute Schuldirektorenwohnhaus Perelsplatz Nr. 5 wurde 1905-06 von Johannes Duntz geschaffen. Er hatte nach dem Tod des Gemeindearchitekten Max Nagel im Jahre 1904 kommissarisch die Leitung des Friedenauer Bauamtes übernommen. Nach seinen Plänen entstand in den Jahren 1904 bis 1906 die 2. Gemeindeschule für Mädchen in der Rheingaustraße Nr. 7 (heute Stechlinsee-Grundschule).

 

 

 

Kurz nach dem Amtsantritt von Hans Altmann als Gemeindebaurat beschloss die Gemeindevertretersitzung, Herrn Architekt Duntz vom 1. Oktober 1906 ab lebenslänglich anzustellen. Das Gehalt wurde auf 3900 M. festgesetzt und endet nach 15 Jahren mit dem Höchstgehalt von 4800 M. Gleichzeitig wurde Herr Diplom-Ingenieur Mulertt, der den Bau des Elektrizitätswerks an der Kreuznacher Straße nach den Entwürfen von Johannes Duntz ab 1905 als Bauleiter begleitete, zum Direktor ernannt und auf weitere 3 Jahre vom 1. Oktober 1906 ab mit der Leitung des Elektrizitätswerks beauftragt. (Friedenauer Lokal-Anzeiger)

 

Das zweigeschossige Landhaus mit einer Grundfläche von 13 x 14 Metern ist auf niedrigem Souterrain errichtet und mit einem steilen Walmdach, das nach Osten einen Schildgiebel zeigt, gedeckt. An der Südwestecke ist ein zweigeschossiger Standerker angeordnet. Der Eingang befinde! sich an der Westseite. Die Wohnräume im Erd- und die Schlafräume im Obergeschoss fügen sich ein in einen Vielfelder-Grundriss, in den eine Halle mit Treppe eingeschoben ist. Die Fassaden des Hauses sind asymmetrisch angelegt, die Befensterung folgt funktionalen Erfordernissen. Da Haus wird heute vom Bezirksamt als Kindertagesstätte genutzt. Topographie Friedenau, 2000.