Der bisher namenlose dreieckige Platz zwischen Laubacher Straße und Südwestkorso erhielt am 30. August 1990 den Namen Adam-Kuckhoff-Platz, benannt nach dem Schriftsteller und Widerstandskämpfer Adam Kuckhoff (1887-1943). Ursprünglich sollte der Platz „Adam und Greta Kuckhoff-Platz“ benannt werden, was aus historischer Sicht richtig gewesen wäre, da das Ehepaar von 1936 bis zur Verhaftung durch die Gestapo im Jahr 1942 in der nahen Wilhelmshöher Straße 18 wohnte.

 

Mit der fadenscheinigen Begründung der Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung, es gäbe bereits in Ost-Berlin eine Kuckhoff-Straße, wird der Name Greta Kuckhoff (1902-1981) bis heute verschwiegen. Den Platz schmückte seit 1911 der von Emil Cauer der Jüngere (1867-1946) entworfene „Erikabrunnen“. Der Brunnen wurde 1943 zerstört und 1982 vom Bildhauer Heinz Spilker (geb. 1927) nach Fotos restauriert. Zwei Figuren wurden von Heinz Spilker frei nachgestaltet. Auf einem zweigestuften Sockel steht eine Schale mit vier vorgelagerten Podesten. An gegenüberliegenden Seiten sitzen zwei gleiche Putten (Bronze) mit dem Rücken zum Becken (Sandstein) und halten eine Schale über den Kopf, aus der sie Wasser schütten. Auf den anderen beiden Podesten stehen sich Gruppenplastiken gegenüber: zwei spielende Putten mit einer Gans bzw. einem Fisch als Wasserspeier im Arm. Im Becken ist eine Sprudelfontäne installiert. Obwohl der Brunnen wegen der Puttengestaltung mitunter „Kinderbrunnen“ genannt wird, die offizielle Bezeichnung lautet „Erikabrunnen“.

 

Eine ausführliche Würdigung von Adam und Greta Kuckhoff finden Sie unter ihrer letzten Friedenauer Wohnanschrift Wilhelmshöher Straße.

 

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