Name seit dem 12. Januar 1892, vorher Straße 6. Benannt nach dem Bildhauer Reinhold Begas (1831-1911). Am 27.3.1939 wurde der kurze Straßenabschnitt zwischen den beiden Schulen östlich der Rubensstraße der Begasstraße zugeschlagen. Begas hatte ab 1895 die künstlerische Oberleitung des Projekts „Siegesallee“ im Tiergarten, deren Skulpturen zum großen Teil im Bildhauerhof von Valentino Casal zwischen Görres- und Bachestraße entstanden.

 

Aus historischer Sicht gehört die Begasstraße zur Gemarkung Schöneberg. Sie liegt außerhalb jener Grenzen, die 1874 für die Gemeinde Friedenau festgelegt wurden. Eingebürgert haben sich für die Gegend die Begriffe „Gefühltes Friedenau“, „Neu Friedenau“ und „Hinter der Wannseebahn“.

 

Reinhold Begas schuf 1886/91 den Neptunbrunnen für das Berliner Stadtschloss, der 1969 auf die Freifläche zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus gesetzt wurde. Gegenwärtig gibt es Diskussionen, den Brunnen an seinen ursprünglichen Standort auf dem Schlossplatz (Humboldtforum) zurückzuführen. Der Senat votiert (bislang) für einen Verbleib am jetzigen Standort. Laut Umfrage von infratest dimap vom Mai 2017 sind 47 % der Berliner (bundesweit 49 %) für eine Rückkehr des Neptunbrunnens auf den Schlossplatz, nur 37 % befürworten einen Verbleib am heutigen Standort. Das Ehrengrab von Reinhold Begas befindet sich auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof.

 

 

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Begasstraße, Plan von 1900
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