Name seit 3.1.1903, vorher Straße 43 b. Die Häuser 1, 2, 26 und 27 gehörten bis 1940 zu Friedenau, die Häuser 3 bis 25 zu Schöneberg. Mitte der 1950er Jahre kam die komplette Straße zu Friedenau. Benannt nach Rudolf von Bennigsen (1824-1902), von 1873 bis 1879 Präsident des Preußischen Abgeordnetenhauses.

Thomsche Fabrik um 1930

Arbeiten in Kupfer, Zink etc.

 

Bereits 1887 wurden für Berlin und die Vororte außerhalb der Ringbahn Häuser mit einer Höhe zwischen 12 und 22 Meter erlaubt. Obwohl der Bau von Mietskasernen mit Hinterhöfen und Fabrikbauten nicht gestattet war, kam es zum Streit zwischen Befürwortern der Landhausbebauung und jenen, die mit Mietshäusern höhere Erträge erzielen wollten. In der Folge wurden die Bauordnungen mehrfach geändert. Als der Architekt Peter Vogler den Auftrag erhielt, für die Bauklempnerei Paul Thom in der Bennigsenstraße Nr. 23/24 einen Bau zu errichten, ging er auf Nummer sicher. Auch heute ahnt man kaum, dass sich hinter der vielfältig gegliederten roten Sichtziegelfassade eigentlich ein Industriebau verbirgt. Das viergeschossige Gebäude entstand zwischen 1904 und 1907 in zwei Bauphasen und besteht eigentlich aus zwei aneinandergebauten Häusern. Die 1899 in Schöneberg gegründete Firma bezog den zuerst fertiggestellten westlichen Bauabschnitt. Dort kamen die Klempnerei, später im östlichen Teil Treib- und Montagewerkstatt sowie Verwaltung unter. An die metallene Geschichte erinnert die überlebensgroße Skulptur eines Schmieds sowie die an der Fassade eingearbeiteten Architekturplastik mit den klassischen Symbolen des Schmiedehandwerks: Amboss, Hammer, Zange und Biegegabeln. Der Bau hat inzwischen einige Nachnutzungen erlebt – und überlebt.

 

Bennigsenstraße 4, 1930er Jahre. Archiv Rolf Thärichen

In Vorbereitung

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