Name seit dem 29. April 1884, vorher Straße 27. Benannt nach dem Theologen Ferdinand Ludwig Frege (1804-1883), von 1846 bis 1883 erster Pfarrer in Schöneberg. Laut Amtsblatt der Regierung in Potsdam wurde er 1829 „vom dem Königl. Konsistorio der Provinz Brandenburg für wahlfähig zum Predigtamte erklärt“ und hat „die geistliche Erziehung der Prinzen Adalbert (1884-1948) und Waldemar von Preußen (1889-1945) übernommen“. Frege studierte nach dem Besuch des Gymnasiums „Zum Grauen Kloster“ in Berlin Theologie. Ab 1835 war er Schlossprediger in Schwedt und Küstrin. Das erste Kirchenbuch der neu gegründeten Zwölf-Apostel-Gemeinde legte er 1864 an. Er gehörte der Gemeindeverwaltung und dem Schulvorstand an. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof bei der Schöneberger Dorfkirche, Hauptstraße 46, Abt. W-3-4. Hier ist ebenfalls seine Tochter Hedwig Neumann (1841-1921) beigesetzt, der Namensgeberin der Hedwigstraße. Frege war ein früher Befürworter für den Anschluss Schönebergs an Berlin. Gewürdigt wird das vom Bezirksamt nicht. Sein Grab ist in einem jämmerlichen Zustand.

Bis 1940 gehörten zu Friedenau die Häuser Nr. 25 bis Nr. 30, zu Schöneberg Nr. 1 bis Nr. 24 und Nr. 57 bis Nr. 81, zu Steglitz Nr. 32 bis Nr. 54. Seit 1940 gehörten zu Friedenau Nr. 1 bis Nr. 30 und Nr. 57 bis Nr. 64, zu Schöneberg Nr. 65 bis Nr. 81, zu Steglitz Nr. 32 bis Nr. 54. Seit Mitte der 1950er Jahre gehören zu Friedenau die Häuser Nr. 1 bis Nr. 30, zu Schöneberg Nr. 57 bis Nr. 81 und zu Steglitz Nr. 32 bis Nr. 54.

 

 

Fregestraße Nr. 80

 

„Wollt Ihr als Eheleute einander lieben und ehren und die Ehe nach Gottes Gebot und Verheißung führen, in guten und in bösen Tagen, bis der Tod Euch scheidet?“ Die Frage von Pfarrer Albert Schweitzer zum Treueversprechen beantworteten Theodor Heuss (1884-1963) und Elly Knapp (1881-1952) am 11. April 1908 mit „Ja“. Danach waren die beiden 44 Jahre zusammen, bis sich Elly Heuss-Knapp am 19. Juli 1952 in der Universitätsklinik Bonn für immer verabschiedete. Ihr Ehemann hatte breitgefächert studiert, Ökonomie, Literatur, Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte, Staatswissenschaften, und promovierte schließlich 1905 in München über „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar“. Danach übernahm er als „Doktor der Staatswissenschaften“ in Berlin die Redaktion der von Friedrich Naumann gegründeten Zeitschrift „Die Hilfe“.

 

 

 

Am 5. August 1910 wurde in der Schöneberger Wohnung Königsweg 8, III. Stock, (heute Naumannstraße) Sohn Ernst Ludwig (Lulu) geboren. Da Vater Heuss 1912 Chefredakteur der „Neckarzeitung" wurde, zog die Familie nach Heilbronn. Sein Interesse an Architektur und Design und die sich abzeichnenden Veränderungen müssen wohl dazu geführt haben, dass sich Theodor Heuss 1918 entschloss, in Berlin die Geschäftsführung des Deutschen Werkbundes zu übernehmen.

 

Bereits im Dezember 1917 besichtigten Elly und Theodor Heuss die Wohnung in der Fregestraße 80: „Erster Stock, sechs Zimmer, Warmwasserversorgung und Heizung, kein Gegenüber, Bäume vor dem Haus, freier Blick auf das Rathaus Friedenau und davor ein kleiner Markt (zweimal in der Woche), hinten hinaus ein sehr weiter Hof mit etwas Rasen und Büschen. Sehr sonnig. Warmwasser sogar im Schlafzimmer, elektrisches Licht etc., vorn Balkon an meinem Stübchen (das jetzt aber eine gute Stube wird) und einer hinten am Lulu-Schlafzimmer.“ Im März 1918 war „die Wohnung frei, wir können alles herrichten und einziehen“.

 

 

 

 

 

 

 

Zwölf von 44 Ehejahren lebten sie dort – mit guten und bösen Tagen. Sohn Ernst Ludwig besuchte ab 1919 das Schöneberger Helmholtz-Realgymnasium in der Rubensstraße und anschließend das Friedenauer Reformrealgymnasium in der Schwalbacher Straße. Vater Theodor war in die vom Journalisten Theodor Wolff initiierte sozialliberale „Deutsche Demokratische Partei“ (DDP) eingetreten und stellte sich am 23. Februar 1919 im Bezirk „Schöneberger Vorstadt“ zur Wahl. Nach der SPD mit 8.696 Stimmen wurde die DDP mit 6.560 Stimmen zweitstärkste Fraktion und Heuss Stadtverordneter in Schöneberg.

 

Es müssen turbulente Jahre gewesen sein. Arthur Johnson (1874-1954), der Karikaturist der Zeitschrift „Kladdaradatsch“, hat diese Zeit 1929 auf einem grotesk-überzeichneten Wandfresko im Ratskeller Schöneberg festgehalten. Während sich im Saal der Bezirksverordnetenversammlung die „Experten“ von Bau- und Kunstdeputation im politischen Tagesgeschäft befehden, feiern sie im Ratskeller ihre jeweiligen „Erfolge“. Das Spruchband am unteren Bildrand trifft den Kern: „Hart für das Wohl der Gemeinde befehden sich oben die Geister. Unten versöhnt sie des Weins Frieden gebietender Geist.“ Johnson verewigte die wichtigsten Akteure: Stadtbaurat Heinrich Lassen (1864-1953), der das Rathaus realisierte und den Turmbau für den Maler Hans Baluschek (1870-1935) in den Ceciliengärten besorgte, Kunsthistoriker Max Osborn (1870-1946) und last but not least der Stadtverordnete Theodor Heuss.

 

Sechster von links Theodor Heuss im Ratskeller Schöneberg. Fresko Arthur Johnson, 1929

 

 

Schon 1920 beklagte Frau Elly, dass „das Leben hier in den letzten sechs Wochen um ein Drittel teurer geworden ist ... Wir gehen mit dem Gedanken des Zimmervermietens um, wenn nicht eine neue Einnahmequelle sich öffnet“. Ein halbes Jahr vor der Reichstagswahl schreibt sie am 29.11.1923: „Der Gedanke der Nachbarschaftshilfe wird jetzt in jedes Haus gebracht, in den Mieterversammlungen, wo seither nur über Kohlenbeschaffung und Müllabfuhr geredet wurde, wird sie organisiert. Unser Nachbarhaus hier erhält ein altes Ehepaar vollständig durch freiwilliges Abgeben von Essen.“

 

Die Inflation erreichte ihren Höhepunkt und die beiden Reichstagswahlen am 4. Mai bzw. 7. Dezember 1924 enden mit erheblichen Stimmengewinnen der Rechten und schweren Niederlagen von Linken und Liberalen. Von den 472 Sitzen entfallen auf die DDP nur 28 bzw. 32 Sitze, darunter immerhin einer für den Wahlkreis 31 (Württemberg) und Theodor Heuss. Nach einer weiteren Wahlschlappe der DDP am 20. Mai 1928 und dem Verlust seines Abgeordnetenmandats plädierte auch Heuss für eine Konzentration der politischen Mitte und stimmte für die Reichstagswahlen am 14. September 1930 bzw. 31. Juli 1932 dem Zusammenschluss von „Volksnationaler Reichsvereinigung“ (VNR) und DDP zur „Deutschen Staatspartei“ (DStP) zu. Theodor Heuss war wieder Reichstagsabgeordneter – bis zur Wahl am 6. November 1932, bei der die DStP nur 2 Sitze erreichte und Heuss nicht wiedergewählt wurde.

 

Für die Reichstagswahl am 5. März 1933, gut fünf Wochen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, der letzten Wahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, trat Theodor Heuss für die DStP auf Basis des sogenannten „Reichswahlvorschlags“ seines Wahlkreises Württemberg an – und wurde gewählt. Am 23. März stimmte Heuss mit seiner Partei dem vom Kabinett Hitler eingebrachten „Ermächtigungsgesetz“ zu. Ein Fehler. Allerdings hätte sein Nein wohl kaum die nationalsozialistische Diktatur verhindern können.

 

Es kam noch schlimmer: Aufgrund der von der NSDAP-Fraktion durchgesetzten „Verordnung zur Sicherung der Staatsführung“ wurde sämtlichen Abgeordneten der SPD und DStP am 7. Juli 1933 das Reichstagsmandat aberkannt. Mit Schreiben vom 12. Juli 1933 wurde er vom Reichstagsdirektor aufgefordert, „seine Ausweiskarte als Mitglied des Reichstags, der Freifahrkarten für Eisenbahn und Kraftposten sowie der noch in Ihren Händen befindlichen Schrankschlüssel“ zurückzugeben.

 

Heuss verlor seine Dozentenstelle an der Deutschen Hochschule für Politik. Seine Publikation „Hitlers Weg – Eine historisch-politische Studie über den Nationalsozialismus“ (Union Verlag Stuttgart 1932) befand sich auf den Listen der Bücherverbrennung. Obwohl mitunter behauptet wird, Heuss erhielt Publikationsverbot, erschienen 1937 „Friedrich Naumann. Der Mann, das Werk, die Zeit“ (Deutsche Verlagsanstalt), 1939 „Hans Poelzig. Bauten und Entwürfe. Das Lebensbild eines deutschen Baumeisters“ (Wasmuth), 1940 „Anton Dohrn in Neapel“ (Atlantis-Verlag) und 1942 „Justus von Liebig. Vom Genius der Forschung“ (Hoffmann und Campe).

 

 

Bis 1933 kannte das Ehepaar Heuss keine finanziellen Sorgen. 1931 hatten sie die Wohnung in der Fregestraße 80 aufgegeben und das Haus Kamillenstraße 3 in Lichterfelde gemietet (das 1968 wegen Verbreiterung der Straße Unter den Eichen abgerissen wurde). Sohn Ernst Ludwig war „aus dem Haus“ und studierte an den Universitäten Berlin, Heidelberg und Bonn Rechts- und Staatswissenschaften. Nun aber fehlte das Geld. Schließlich hatte sie ihrem Theodor doch einst geschworen, „in guten und in bösen Tagen“ an seiner Seite zu stehen.

 

Ellys Vetter Hermann Geiger, Besitzer der Wybert-Gaba-Werke in Basel, erinnerte sich an das Jahr 1919 und ihren Wahlslogan, „Frauen, werbt und wählt! Jede Stimme zählt! Jede Stimme wiegt! Frauenwille siegt!“, und fragte an, ob sie etwas für das Image seiner Hustenpastillen tun könnte. „Naja, eine Hebung des Niveaus ist es ja nicht“, aber sie konnte. Die Frauenrechtlerin wurde Werbetexterin: „Ob‘s windet, regnet oder schneit, Wybert schützt vor Heiserkeit.“ Oder für Nivea: „Im Sommer hocken wir nimmer im Haus, da lockt uns die Sonne hinaus“.

 

Ihr Markenzeichen: Sie erfand für die Produktnamen eingängige Melodien und ließ diese singen. Für einen Nivea-Werbespot fragte sie 1935 die Beiersdorf AG: „Darf die Familie schwäbeln?" Sie durfte. Und so sind heute nicht nur die großen Reden des späteren Bundespräsidenten dokumentiert, sondern auch sein gemütliches Schwäbisch im Nivea-Werbespot. Als Goebbels 1936 Werbung im Rundfunk verbot, stieg sie aufs Kino um. Es entstanden 1938 der blau-weiße Schattenrissfilm für Nivea und vor allem der Reklame-Rumba-Film „La Cajita Azul“, dessen Refrain „Crema dí dia – Nivea. Crema de noche – Nivea“ in Südamerika zu einem populären Schlager wurde.

 

Elly Heuss-Knapp hat der deutschen Funk- und Filmwerbung ein Gesicht gegeben. Und sie hat die Familie damit in schwierigen Zeiten „über die Runden“ gebracht. „Wollt Ihr als Eheleute einander lieben und ehren und die Ehe nach Gottes Gebot und Verheißung führen, in guten und in bösen Tagen, bis der Tod Euch scheidet?“ Ja.

 

fuer Zwecke der brutalen Verstaendigung. Suhrkamp. 2009

Fregestraße Nr. 19

 

Die Geschichte des Hauses Fregestraße Nr. 19 beginnt eigentlich mit einem Brief vom 23. Dezember 1959. Da nahm der gerade von Ost nach West gewechselte Schriftsteller Uwe Johnson Kontakt mit dem beim Suhrkamp Verlag als Lektor tätigen Hans Magnus Enzensberger (geb. 1929) auf. Fünfzig Jahre später offenbart der bei Suhrkamp erschienene Briefwechsel „Enzensberger. Johnson“ ihre Auseinandersetzung über Möglichkeiten und Grenzen von Freundschaft. Bereits im Oktober 1966 forderte Uwe Johnson, den gemeinsamen Briefwechsel „nicht mehr für eine künftige Edition und Altersversorgung einzurichten sondern für Zwecke der brutalen Verständigung“. Über scheinbar Alltäglichem kommt es zu prinzipiellen Betrachtungen und zuletzt zu einem Zerwürfnis.

 

Ein Jahr später erreicht selbst diese Verständigung ihre Grenzen – unter Hinterlassung einer Korrespondenz, bei der sich beide Partner nichts schuldig bleiben: am wenigsten den hochpointierten Dialog zweier grundverschiedener Naturen.

 

Dabei hatte es so gut angefangen. Enzensberger interessierte sich für ein Haus in Friedenau, für sich, seine Frau Dagrun und Tochter Tanaquil: „ihr hättest nichts dagegen wenn wir in eure Nachbarschaft kämen“, schreibt er am 7. Oktober 1964 hilfesuchend an Johnson, der ihm bei der Suche behilflich sein sollte. Der Brief enthielt seine „Spezifikationen“ – selbstverständlich in der von Enzensberger bevorzugten Kleinschreibung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. größe: minimum fünf zimmer, maximum bei acht oder neun zimmern, je nach größe und Verteilung der räume, ideale Verteilung: zweistöckig, mit (plus) ausbaubarer mansarde für ein gästelogis.

2. alter: ein neubau kommt nicht in betracht, je älter, desto besser, es sollte ein haus aus dem 19. jahrhundert sein.

3. lage: am liebsten friedenau … am liebsten städtischer charakter mit guten einkaufsmöglichkeiten und verkehrsverbindungen. keine hauptverkehrsstraße. ruhe ist ein vorteil.

4. ästhetische kriterien: bitte geh von den deinen aus.

5. preis: für das richtige haus würde ich viel geld bezahlen, dabei ist aber der bauzustand zu berücksichtigen; je mehr ich für die herrichtung des hauses aufwenden muß, umso weniger kann ich bar bezahlen, mehr als 60.000 mark in bar habe ich nicht, davon müßte ich bezahlen: die ‚anzahlung‘, die grunderwerbssteuer und die gebühren, die notwendigsten instandsetzungsarbeiten, die obere grenze für den gesamtaufwand läge bei etwa 120.000 mark, dh ich könnte schulden in höhe von 60.000 mark aufnehmen.

6. grundstück: je größer je besser, ein kleiner garten oder ein hinterhof mit bäumen wäre schön.

7. technische details: das wichtigste ist die heizung. zentrale ölfeuerung wäre das beste, das zweitbeste Zentralheizung mit koks. das haus sollte voll unterkellert sein, warmwasseranlage. bad. die küche kann primitiv eingerichtet, sie dürfte aber nicht zu klein sein: wir würden selber das nötige einbauen lassen, falls kein telefonanschluß vorhanden, sollte wenigstens die technische möglichkeit dazu gegeben sein, (rückfrage bei der post.) Heizung, warmwasser, küchenverhältnisse wären mit dem preis in vergleich zu setzen, je mehr davon zur hand ist, desto teurer darf das haus sein.“

 

Nach langem Suchen fand Johnson das Haus in der Fregestraße Nr. 19. Da sich Uwe Johnsons zu dieser Zeit bereits in New York City befand, bat er Günter Grass, der „das Haus schon einmal von innen angesehen“ hatte, „während meiner Abwesenheit die Sache für Herrn Enzensberger wahrzunehmen“. Die Enzensbergers sind im November 1966 eingezogen. Das Glück währte nicht lange. Bereits am 8. Januar 1967 teilte Dagrun Enzensberger Johnson mit, dass „Hans Magnus und ich uns für einige Zeit trennen werden“. So kam es, dass Uwe Johnson während seines Aufenthalts in New York seine Familienwohnung in der Stierstraße 3 an Dagrun und seine Arbeitswohnung in der Niedstraße 14 ab Mai 1966 Enzensbergers Bruder Ulrich zur Verfügung stellte. Ein Jahr später gab es die „Kommune I“, die letztendlich beide Wohnungen auf den Kopf stellte. Hans Magnus Enzensberger, in den 1960er Jahren das „literarische Sprachrohr einer ganzen Generation“, erklärte dazu in einem Brief an Johnson vom 30. März 1967:

 

„hier muß nun ich (ich will nicht: ich muß) auf eben dem beharren was ich dir vor deiner abreise nicht nur ein sondern mehrere male, nicht ohne nachdruck, gesagt habe; nämlich daß ich in dieser frage der hüter meines bruders nicht sein; keine Verantwortung übernehmen kann für die einhaltung eures Vertrages; und somit aus jeder meinungsverschiedenheit, die zwischen euch entstehen mag, ausgeschlossen bleiben möchte, das selbe gilt nun freilich (und das habe ich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt) auch für dagrun. du weißt daß wir uns getrennt haben - diese trennung erstreckt sich auch auf unsere Verpflichtungen allen anderen leuten gegenüber; so hat dagrun sichs gewünscht; ich nahm an sie hätte dirs geschrieben; es wäre ihre Sache gewesen.

im einen wie im andern fall kann ich dir nicht zustimmen wenn du sagst: ihr hättet eure Wohnungen im grunde mir zur Verfügung gestellt, als ihr sie ‚teilen meiner familie‘ überließt.

 

ich habe allerdings versucht zu tun was in meinen möglichkeiten stand, das hat zur Zerstörung dieser möglichkeiten geführt. ich gehöre keiner kommune an, habe mit keiner kommune etwas zu schaffen.

ich habe mehr als einmal von ulrich und von dagrun verlangt, sie möchten dir schreiben, ob sie es getan haben, weiß ich nicht, versprochen haben sie es. - es ist mein ernst: ich habe keinen einfluß mehr auf die beiden, ich kann für sie nicht haften, du kannst mich nicht dafür haftbar machen, was sie tun und lassen.

 

Johnson ist enttäuscht. Das ist verständlich. Er hatte von Enzensberger über die verbindende Arbeit hinaus ein Mehr an persönlichem Vertrauen und daraus abzuleitender Verantwortlichkeit erwartet.

 

 

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