Name seit 31.7.1947, vorher bis 1884 Stuttgarter Straße, dann bis 1937 Wilhelmstraße und bis 1947 Golzheimer Straße. Benannt nach dem Historiker und Publizisten Joseph Görres (1776-1848).

 

 

 

 

Quelle Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

 

 

Klein-Carrara

 

Bemerkenswert ist, dass zwischen 1896 und 1929 ein Dutzend Bildhauer mit der Friedenauer Adresse Wilhelmstraße aufwarteten, darunter in Nr. 6 Johannes Götz und Eberhard Encke, in Nr. 7 Valentino Casal, Georg Hengstenberg, Wilhelm Haverkamp, Heinrich Mißfeldt, Ludwig Isenbeck, Johannes Hinrichsen und Georges Morin, in Nr. 9 Ludwig Manzel, Paul Hubrich und Edmund Gomansky und in Nr. 16 Johannes Hoffart, Otto Wesche und Franz Rosse.

 

Klein-Carrara nannte Wilhelm II. die Gegend und meinte damit Casals Bildhauerhof zwischen Wilhelmstraße Nr. 7 (heute Görresstraße Nr. 16) und Straße 12 (heute Bachestraße Nr. 10). Nachdem die Monumente für die Siegesallee geschaffen waren, blieben weitere kaiserliche Aufträge nicht aus. Gustav Eberlein (1847-1926) wurde bedacht, auch, weil er es geschickt verstand, auf Wünsche einzugehen. So stellte er 1901 für das zweite Siegesallee-Denkmal von König Friedrich Wilhelm III. auf Bitten des Kaisers diesen nicht als nachdenkenden zaudernden Regenten, sondern als forschen Offizier und jungen König dar. Zum Dank durften Eberlein und Casal anschließend die Skulpturen von Richard Wagner (1903) und Albert Lortzing (1906) für den Tiergarten fertigen.

 

 

 

Der komplette Beitrag aus dem Buch FRIEDENAU

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