Name seit 22.10.1875. Mit dem Friede von Frankfurt wurden Elsass und Lothringen 1871 Deutschland angegliedert. Die Gemeinde Friedenau würdigte dies mit der Umbenennung. Der Fluss verbindet Frankreich (Moselle), Luxemburg (Musel) und Deutschland (Mosel).

 

Eine spätklassizistische Rarität

 

Das älteste Denkmal des Ortsteils Friedenau hingegen ist weder eine Villa noch ein Landhaus, sondern ein dreigeschossiges, geputztes Wohnhaus von 1876/77 in der Moselstraße 12. Das freistehende Mietwohnhaus wurde von einem unbekannten Architekten für den Kaufmann Carl August Dittmann in spätklassizistischen Formen erbaut. Das Haus gehört zu den ältesten erhaltenen Bauten in Friedenau. Es erhebt sich auf einem hohen Souterrain und zeigt eine fünf- beziehungsweise sechsachsige Straßenfassade mit klassizistischer Gliederung und Dekoration: einen Mittelrisalit mit Veranda und Quergiebel, dazu Fenstergewände mit gerader Verdachung und einen Rosettenfries unter dem Traufgesims mit Konsolen. Der Grundriss mit einer Fläche von 11,5 x 15,5 Metern wird durch eine Mittelmauer geteilt und zeigt zwei Wohnungen pro Geschoß. Der Grundriss wie auch die Fassadengliederung sind dem Villenbau entnommen, aber dem Mietwohnungsbau ausgezeichnet angepasst worden. Dieses Mietwohnhaus ist ein herausragendes Zeugnis der ersten Bebauungsphase von Friedenau unmittelbar nach seiner Gründung 1871.

 

Peter Lemburg in „Denkmale in Berlin – Friedenau“. Verlag Willmuth Arenhövel Berlin, 2000

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