Uwe Johnson (1934-1984)

 

Seit dem Jahr 2010 erscheinen im Wallstein Verlag Göttingen die von Holger Helbig, Bernd Auerochs, Katja Leuchtenberger und Ulrich Fries im Auftrag der Uwe Johnson-Gesellschaft herausgegebenen „Johnson-Jahrbücher“. Die Beiträge in diesen Bänden verorten Uwe Johnson in seiner Zeit, ästhetisch, politisch, kulturhistorisch. Sie beleuchten u.a. Johnsons Verhältnis zu Walter Boehlich und Hannah Arendt sowie seine Auseinandersetzung mit Willy Brandt und der 68er Bewegung, und geben damit letztendlich auch Einblicke in das Geschehen rund um seine Friedenauer Adressen Niedstraße Nr. 14 (Atelier) und Stierstraße Nr. 3. Das „Johnson-Jahrbuch 23/2016“ ist voraussichtlich ab Dezember lieferbar.

 

http://www.uwe-johnson-gesellschaft.de

 

AKTUELL

 

Uwe Johnson: Werkausgabe in 43 Bänden. Band 2: Mutmassungen über Jakob. Herausgegeben von Astrid Köhler, Robert Gillett, Cornelia Bögel und Katja Leuchtenberger Unter Mitarbeit von Johanna Steiner.

Suhrkmap Verlag. Erschienen: 27.03.2017, gebunden, 466 Seiten, 42,00 €. ISBN: 978-3-518-42702-6

 

Inhalt

"Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen."  – Mit diesem Satz beginnt Uwe Johnsons 1959 erschienenes Debüt Mutmassungen über Jakob. Mit diesem Roman begann seine eigene Geschichte als "ichter der beiden Deutschland". Das Etikett verbat er sich. Trotzdem bleibt Johnson der Erzähler von Ost wie West. Die Uwe Johnson-Werkausgabe (Rostocker Ausgabe) ist eine historisch-kritische Ausgabe, die mit insgesamt 22 Bänden in 43 Teilbänden in drei Abteilungen erscheinen soll: Werke, Schriften und Briefe. Sie entsteht als Akademienvorhaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock. Herausgegeben wird sie von Holger Helbig und Ulrich Fries, unter Mitarbeit von Katja Leuchtenberger. Die Bestände des Uwe Johnson-Archivs, ein Depositum der Johannes und Annitta Fries Stiftung an der Universität Rostock, bilden die Grundlage der Edition. Sie erscheint im Buch und zeitversetzt im Internet. Die digitale Präsentation zielt auf historisch-kritische Vollständigkeit bei höchstem wissenschaftlichen Anspruch und maximaler Flexibilität für die Leser. Die Referenzbasis bleibt der im Buch kritisch edierte Text.

 

Pressestimmen

 

„Dieses Buch ... heute noch einmal zu lesen ist eine Offenbarung ... Nichts davon wäre wohl möglich geworden, gäbe es nicht den Mäzen Ulrich Fries, der zu den Herausgebern gehört, heute Unternehmer ist, aber eben auch ausgewiesener Johnson-Spezialist. AIs er vor Jahren noch an der Universität Jena lehrte, traf er auf Holger Helbig, ebenfalls nun Herausgeber, der heute die Johnson-Stiftungsprofessur an der Universität Rostock innehat und deren Johnson-Archiv, von Fries’ Stiftung dorthin gekauft, leitet. Aus dieser Zusammenarbeit ist bereits ein „Literarisches Lesebuch Uwe Johnson“ entstanden. Finanziert vom Land für Mecklenburg-Vorpommerns Oberschüler, die mit diesen Texten lernen und begreifen sollen, warum es wichtig ist zu wissen, woher man kommt. Die exzellente Lesebuchreihe mit Uwe Johnson zu beginnen, war kühn, aber absichtsvoll und nahm sich unter anderem, ein Lesebuch für den amerikanischen Deutschunterricht zum Vorbild, das Johnson selbst herausgegeben hatte.“ Regina Mönch in der Frankfurter Allgemeinen, 1. Mai 2017.

 

 

Weiteres in Vorbereitung

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