Name seit dem 12. Januar 1892, vorher Straße 1. Benannt nach dem niederländischen Maler Peter Paul Rubens (1577-1640). Die Straße wurde auf dem Gelände der Schöneberger-Friedenauer Terraingesellschaft angelegt. Die Nummerierung, gerade Nummern östliche Seite, ungerade westliche Seite, erhielt die Straße um 1940. Bis dahin zählte die westliche Seite vom Innsbrucker Platz an aufwärts von 1 bis 53, die östliche Seite ab der Thorwaldsenstraße weiter von 54 bis 106 (an der Eisackstraße). Die Holbeinstraße wurde am 17. Februar 1911 in die Rubensstraße als nördlicher Teil einbezogen. Die Rubenstraße liegt nach den festgelegten Grenzen von 1874 nicht in Friedenau, sondern auf dem Gebiet des Ortsteils Schöneberg. Die Gegend wird mitunter auch als „Gefühltes Friedenau“ bzw. „Neu-Friedenau“ bezeichnet.

 

 

Rubensstraße mit dem projektierten Städtischen Krankenhaus, Plan von 1901

Rubensstraße Nr. 125

Auguste-Viktoria-Krankenhaus

 

Bereits im Jahre 1900 reichten die vorhandenen Anlagen für die Aufnahme von Kranken bei weitem nicht aus. Einige Zeit wurde darüber gestritten, ob die existierende Barackenanlage zunächst für einige Jahre provisorisch zu einem städtischen Krankenhaus ausgebaut oder ob ein größeres auf Zukunft ausgerichtetes Krankenhaus erbaut werden sollte. Schließlich konnte 1903 der Grundstein für das Auguste-Viktoria-Krankenhaus an der Rubensstraße gelegt werden. Der erste Bauabschnitt mit 328 Betten wurde 1906 fertiggestellt, der zweite und abschließende Bauabschnitt begann 1908 und wurde 1910 eröffnet. Das Krankenhaus galt bei der Fertigstellung als das modernste Berlins.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1903 Grundsteinlegung

1905 wurde Prof. Dr. Walther Kausch (1867-1928) zum Ärztlichen Direktor und zum Leiter der Chirurgischen Klinik des im Bau befindlichen Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Berlin gewählt.

1906 Offizielle Eröffnung

1908 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Erweiterung des AVK.

1910 Besuch von Kaiserin Auguste-Viktoria

1914 Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wird dem AVK ein Vereinslazarett angeschlossen

1920 Bildung von Groß-Berlin. Das AVK gehört nun zu den städtischen Einrichtungen Berlins

1924/27 In Berliner Krankenhäusern herrscht Bettennot; 80 Notbetten zur Aufnahme von Grippe- und Tuberkulosekranken.

1928 Gründungsdirektor Prof. Dr. Kausch verstirbt im AVK an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

1929 Epidemiebaracken mit 120 Betten werden angegliedert.

1933 Auf Anordnung der NSDAP wird ab 1933 „unzuverlässiges und nichtarisches“ Personal entlassen.

1934 Mit dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ werden Beschäftigte mit der „Durchführung von Unfruchtbarmachungen“ vertraut gemacht.

1935 Einrichtung eines Lagerraums für rund 250.000 Krankengeschichten, da in zunehmendem Maß Erb- und Rasseforschung betrieben wird.

1943 Durch einen Bombenangriff am 23./24. August werden die meisten Gebäude stark beschädigt. Die Häuser 8, 15 und 17 werden gänzlich zerstört.

1946 Neubeginn mit 50 Betten und „Seuchenbettenaktion" wegen einsetzender Epidemien.

1951/53 Wiederaufbau der beschädigten Gebäude 14, 16, 18, 20, Neubau des OP-Hauses (Haus 3)

1974 Das AVK wird Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin

1987 Modellprojekt für AIDS-Kranke nach dem Vorbild des General Hospital in San Francisco

1988 Krankenhausplanung des Senats bis 1992 sieht Grundsanierung des AVK vor

1999 Eröffnung des Skulpturengartens. Senatsvorgabe zur Fusion mit dem Wenckebach-Krankenhaus.

2000 Verlagerung der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in das Wenckebach-Krankenhaus.

2001 geht das AVK in den Verbund der städtischen Krankenhäuser Berlins über und nennt sich nun Auguste-Viktoria-Klinikum. In der Rettungsstelle des AVK sind für die Notfallversorgung alle Fachabteilungen des Klinikums rund um die Uhr vertreten. (Quelle nach Angaben des AVK)

 

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