Name seit dem 27. März 1909. Der Südwestkorso ist rund 1650 Meter lang und verbindet die Ortsteile Friedenau und Wilmersdorf. So kommt es, dass die Häuser Nr. 1-17 und Nr. 60-77 zu Friedenau (PLZ 12161) und die Häuser Nr. 18-59 zu Wilmersdorf (PLZ 14197) gehören. Die Straße wurde 1906 bis 1908 von der Berlinischen Boden-Gesellschaft angelegt. Sie beginnt an der Ecke Bundesallee und Varziner Straße und endet vor dem Breitenbachplatz. An der Kreuzung Stubenrauch- und Görresstraße (vorher Wilhelmstraße) in Höhe der Offenbacher- und Mainauer Straße befand sich einst der Hamburger Platz. Er wurde für die Erweiterung des Friedhofs Stubenrauchstraße aufgegeben. Dort stand von 1909 bis 1931 der von Paul Aichele entworfene „Sintflutbrunnen“. Auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II. wurde ein Mittelstreifen als Reitweg angelegt, auf dem 1911 die Trasse der Straßenbahnlinien „O“ nach Kupfergraben und „69“ nach Friedrichsfelde über Bayerischer Platz, Nollendorfplatz, Spittelmarkt und Alexanderplatz gelegt wurde. Als am Ende der zwanziger Jahre deutlich wurde, dass der Autoverkehr einen Umbau des Südwestkorsos erforderlich machen, wurde der „Sintflutbrunnen“ abgebaut und 1931 auf dem Maybachplatz (heute Perelsplatz) installiert. Aus dem Mittelstreifen wurden später Parkplätze.
 

 

Südwestkorso mit Sintflutbrunnen, 1910. Archiv Barasch
Georg Haberland am 70. Geburtstag 1931. Quelle Bilfinger Berger AG

Berlinische Boden-Gesellschaft

Georg Haberland (1861-1933)

 

Während der Enthüllung des „Sintlutbrunnens" auf dem Hamburger Platz am 4. Juli 1909 konnte Bürgermeister Bernhard Schnackenburg (1867-1924) im Beisein des Schöpfers sowie von Gemeindebaurat Hans Altmann (1871–1965) jedenfalls mit Stolz verkünden, dass dieses Kunstwerk von dem (allerdings im badischen Markdorf geborenen) Friedenauer Künstler Paul Aichele (1859-1924) geschaffen wurde.

 

Der Brunnen war eine „Gabe" des Bauunternehmers Georg Haberland (1861-1933). Seine „Berlinische Boden-Gesellschaft“ hatte 1904 große Teile des noch unbebauten Friedenauer Areals erworben und den Bau vierstöckiger Mietshäuser durchgesetzt. Das kleidete er in schöne Worte:

 

 

 

 

 

„Im Herbst des Jahres 1906 ist die Anlage des Südwestkorsos von der Gemeinde Friedenau beschlossen worden, ein neuer Straßenzug, der den Südwesten Berlins durchschneidet und von der aufblühenden Kolonie Dahlem eine direkte Verkehrsstraße durch die Kaiserallee mit der Stadt bildet. Wie zweckmäßig diese Maßnahme war, ersehen Sie aus dem Umstande, dass kaum zwei Jahre nach seiner Anlage ein großer Teil des Korsos bereits der Bebauung erschlossen worden ist. Diese Allee bedarf einer Unterbrechung, eines Ruhepunktes, auf dem das Auge mit Wohlgefallen ruht und kein anderer Ort scheint geeigneter für einen solchen, als dieser Platz, auf welchem sich der Brunnen erhebt, den ich heute Ihnen, meine Herren übergeben will."

 

Der Bürgermeister allerdings „möchte nicht hoffen, dass die Kraft Friedenaus in Denkmälern bestehen soll, sondern dass Ruhe und Frieden es ziere. Für ihn hat die Terrain-Gesellschaft eine große Bedeutung, da sich fast der ganze Rest unbebauten Geländes in ihrer Hand befindet. Da sei es uns eine Genugtuung zu wissen, dass die Gesellschaft nicht nur die Terrains aufschließe und sie nach Belieben bebauen lasse, sondern, dass sie auch dahin wirkt, Häuser zu errichten, die unserem Ort zur Zierde gereichen".

 

Bekannt war, dass der Bauunternehmer Georg Haberland und seine „Berlinische Boden-Gesellschaft“ am 22. September 1904 von der Gemeinde Friedenau das Sportparkgelände zwischen Handjerystraße und Kaiserallee (Bundesallee) erworben hatten, und dort mit dem „Wagnerviertel" ein Quartier mit dem „fortgeschrittensten Stand des großbürgerlichen Mietwohnungsbaus" entstehen ließen. Nicht bekannt war, dass die „Berlinische Boden-Gesellschaft“ im Februar 1890 von den aus Wittstock an der Dosse stammenden Salomon (Vater) und Georg (Sohn) Haberland zusammen mit dem Hamburger Kaufmann Arthur Booth und unter Beteiligung des Berliner Bankhauses Delbrück, Leo & Co. gegründet worden war und eigentlich bis heute „besteht“. Wie das?

 

Im Herbst 1975 entstand die „Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft“ durch Zusammenschluss der „Grün & Bilfinger AG“ in Mannheim mit der Wiesbadener „Julius Berger-Bauboag AG“, die 1969 aus der Fusion der Julius Berger AG und der BAUBOAG in Düsseldorf hervorgegangen, die wiederrum bis 1954 als „Berlinische Boden-Gesellschaft“ firmierte. Die Geschichte der heutigen „Bilfinger Berger AG“ erstreckt sich daher, vermittelt durch die Vorläuferunternehmen, über einen Zeitraum von mehr als 137 Jahren.

 

 

 

Unter dem Titel „Drei Wurzeln – Ein Unternehmen“ haben die Historiker Bernhard Stier und Martin Krauß Material über die Geschichte dieser Unternehmen zusammengetragen. Da diese Dokumentation Zusammenhänge mit der aktuellen Berliner Situation nahelegt, wenn nicht sogar vergleichbar ist, zitieren wir mit freundlicher Genehmigung der „Bilfinger Berger AG“ die wesentlichen gedanklichen Ansätze von Georg Haberland und der „Berlinischen Boden-Gesellschaft“:

 

Die 1890 in der Reichshauptstadt gegründete Berlinische Boden-Gesellschaft begann nicht als Bauunternehmen, sondern als so genannte Terraingesellschaft. Ihr Geschäftszweck war die Erschließung und Entwicklung neuer Baugebiete, Siedlungen und Stadtteile. Die Unternehmensgründer reagierten damit auf die massive Bevölkerungszunahme Berlins. Zwischen 1870 und 1910 stieg die Einwohnerzahl der Reichshauptstadt von 967.000 auf 2.070.000. Im Jahre 1908 lebten im Großraum Berlin, also unter Einbeziehung der damals noch selbstständigen Vororte, 3.260.000 Menschen. Diese Bevölkerungszunahme ließ Berlin zu einer der dynamischsten Großstädte Europas werden.

 

Das Wachstum stellte immense Anforderungen an die Verwaltung. Innerhalb von vier Jahrzehnten musste neuer Wohnraum für mehr als eine Million Menschen geschaffen und in großen Dimensionen die Infrastruktur für Transport, Ver- und Entsorgung, für Bildung und Gesundheit erstellt werden. Die städtische Verwaltung sah sich dabei mit bislang unbekannten Herausforderungen konfrontiert. Daraus entstand eine politische und volkswirtschaftliche Debatte über Probleme der Urbanisierung und Stadtentwicklung, über „Wohnungsfrage", „Wohnungsreform" und Bodenordnung sowie über die Aufgaben von öffentlicher Hand und privater Initiative auf diesen Gebieten.

 

Der Tuchfabrikant Salomon Haberland (1836-1914), der 1866 von Wittstock an der Dosse nach Charlottenburg übergesiedelt war, und sein Sohn Georg Haberland (1861-1933) hatten einen guten Blick für die Entwicklung der Reichshauptstadt. Mit Gespür für den zunehmenden Wohnungsbedarf investierten sie erworbenes Vermögen in Grund und Boden. Etwa ab 1880 betätigten sie sich auf dem Gebiet der Parzellierung und des Weiterverkaufs von Grundstücken sowie der Kreditvergabe an Bauunternehmer. Im Februar 1890 wurde zusammen mit dem Hamburger Kaufmann Arthur Booth und unter Beteiligung des Berliner Bankhauses Delbrück, Leo & Co. die Berlinische Boden-Gesellschaft (BBG) gegründet.

 

Der Grundgedanke war die Erschließung unbebauter Ländereien und der Verkauf baureifer Parzellen an die Baugewerbetreibenden. Diese errichteten auf den von ihnen erworbenen Bauparzellen Häuser, um sie alsdann an Leute zu verkaufen, die ihre Ersparnisse in Hausbesitz anlegen wollten. Die BBG richtete ein technisches Büro ein, das die Grundrisse für die einzelnen Häuser aufstellte. An Hand dieser Grundrisse wurden Rentabilitätsberechnungen angefertigt, nach denen  die Preise der Bauparzellen derart festgesetzt wurden, dass für den Unternehmer ein nutzbringendes Geschäft herauskam.

 

Eines der bedeutendsten Projekte Haberlands und zugleich ein Musterbeispiel für die Arbeitsweise der Berlinischen Boden-Gesellschaft war die Entwicklung des „Bayerischen Viertels". Die Tätigkeit der Gesellschaft bestand darin, in Abstimmung mit der Gemeinde einen umfassenden Bebauungsplan aufzustellen, das Gelände in insgesamt 500 einzelne Bauparzellen aufzuteilen, Straßen auszubauen und für die Herstellung der Infrastruktur zu sorgen. Die mustergültige Planung berücksichtigte alle Grundsätze des zeitgenössischen modernen Städtebaus, vor allem die Unterscheidung zwischen Verkehrsstraßen und reinen Wohnstraßen, die eine geringere Breite aufwiesen und in denen Ladengeschäfte nur in Eckhäusern erlaubt waren. Das Konzept verzichtete auf tief gestaffelte Quer- und Rückgebäude und vermied damit jene düsteren Hinterhöfe, die für die Berliner Mietskasernen typisch waren. Die aneinanderstoßenden Hofflächen wurden stattdessen zusammengefasst, nur mit Zäunen abgetrennt und teilweise bepflanzt. Vorgärten in den Wohnstraßen, gärtnerisch ausgestaltete Inseln im Straßenverlauf und vor allem die Anlage von Plätzen belebten das Erscheinungsbild. Mit dem Viertel entstand ein ästhetisch anspruchsvoller neuer Stadtteil, der sich von vielen anderen, nur unter Rentabilitätsgesichtspunkten erbauten positiv abhob und als Wohnquartier bald überaus begehrt war.

 

Bei der durchdachten und aufwändigen Planung wurden die neuartigen Grundsätze des „romantischen Städtebaus" mustergültig umgesetzt, wie sie der Wiener Baumeister und Städteplaner Camillo Sitte wenige Jahre zuvor entwickelt hatte. Gegen die „Motivarmut" und Nüchternheit moderner Stadtplanung sowie ihre einseitige Ausrichtung auf Verkehrszwecke forderte Sitte die künstlerische Durchbildung der Entwürfe. Vor allem die Plätze als Zentren des öffentlichen Lebens entdeckte er neu. Dementsprechend kam ihnen und der umliegenden Bebauung eine wichtige ästhetische Funktion zu. Im Bayerischen Viertel erregte besonders der im Juni 1900 eingeweihte, von dem Kölner Gartenarchitekten Fritz Encke entworfene Viktoria-Luise-Platz großes Aufsehen bei den Städtebauern wie den Berliner Bürgern. Diese zentrale Gartenanlage in Form eines langgezogenen Sechsecks ist bis heute der kommunikative und ästhetische Mittelpunkt des ganzen Stadtteils. Das neue Viertel galt bald als das nobelste Quartier im Berliner Westen.

 

Zahlreiche weitere Vorhaben folgten diesem Konzept. Ab 1904 wurde auf dem Sportparkgelände in Friedenau das „Wagnerviertel" erschlossen. Daran schloss sich in westlicher Richtung das „Südwestgelände" an, dessen Entwicklung Haberland zusammen mit der 1895 gegründeten Terraingesellschaft Berlin-Südwesten betrieb. Im Jahr 1905 beteiligte sich die Berlinische Boden-Gesellschaft an diesem Unternehmen. Mit dem nach Dahlem führenden Südwestkorso als Hauptachse entstand zwischen dem Heidelberger Platz im Nordwesten und dem Laubenheimer Platz im Süden das „Rheingauviertel". Es zeichnete sich in seinem Zentrum um den Rüdesheimer Platz durch einheitliche Geschoss-, Trauf- und Firsthöhen sowie Dachneigungen und eine planmäßig abgestimmte Fassadengestaltung aus. Das verlieh dem Stadtteil eine große architektonische Geschlossenheit. Gartenterrassen und die künstlerische Ausgestaltung von Plätzen und Brunnen erhöhten den Wohn- und Erlebniswert.

 

Die Gesamtplanung eines neuen Wohnquartiers mit allem Zubehör und die technische wie finanzielle Abwicklung des Projekts bildete das unternehmerische Prinzip, mit dem die Berlinische Boden-Gesellschaft auf diese Nachfrage reagierte. Die privaten Terraingesellschaften übten damit Funktionen aus, die heute als öffentliche Aufgaben angesehen werden. In der Frühzeit der Urbanisierung war die kommunale Verwaltung dazu aber weder fachlich noch personell in der Lage, zudem entsprach ein solches Engagement nicht ihrem Selbstverständnis. Nach dem vorherrschenden liberalen Paradigma beschränkte sich die Tätigkeit der Gemeinden bei der Erschließung von Baugebieten auf die Erstellung des Bebauungsplans, also die Vorgabe der Fluchtlinien und der zu errichtenden Straßenzüge.

 

Eine sachliche Auseinandersetzung mit den Terraingesellschaften hätte alle diese Aspekte berücksichtigen und dabei anerkennen müssen, dass das Terraingeschäft insgesamt ein äußerst produktives System darstellte. In Berlin wurden jedoch Georg Haberland und die Berlinische Boden-Gesellschaft beinahe zwangsläufig zur Hauptzielscheibe der Kritik. Sie entzündete sich am Bayerischen Viertel und wurde in der Schöneberger Kommunalpolitik ausgetragen. Insbesondere der seit 1911 amtierende Oberbürgermeister Alexander Dominicus griff Haberland und seine Gesellschaft scharf an.

 

Auf der nachfolgenden PDF finden Sie den höchst interessanten Originaltext.

 

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Südwestkorso Nr. 64

Kleines Theater

 

„Keine dreißig Wochen wird das Kleine Theater am Südwestkorso überleben“, prophezeite der Theaterkritiker Dietrich Steinbeck (1937-2011) nach der Eröffnung am 14. November 1973 im SFB (Sender Freies Berlin). Sein Kollege Friedrich Luft (1911-1990) vom RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) war anderer Meinung: „Lassen Sie sich vom schlechterzogenen Wotan (so nannte er Steinbeck) nicht herunterkriegen! Dieses Haus hat Zukunft.“ Er behielt Recht, obwohl die Spatzen Jahr um Jahr von den Dächern pfiffen, dass es um die Finanzen des Etablissements gar nicht so gut bestellt war.

 

Das Doppelhaus Ecke Südwestkorso und Taunusstraße wurde 1910/11 nach Plänen des Architekten Franz Helding errichtet. Es besteht aus zwei aufeinanderstoßenden Bauten, die mit einem Zwischenbau verbunden sind. Dort entstand ein Raum, in den 1956 die Korso-Lichtspiele einzogen. Als das Kino 1973 dichtmachte, erfüllten sich die Dramaturgin Sabine Fromm (1946-2001) und der Regisseur Pierre Badan (geboren 1942) einen Lebenstraum, das eigene Theater.

 

Aller Anfang ist schwer. Die Idee war gut, aber Friedenau war kein Theaterstandort. Kurzum, es musste geholfen werden. Da fügte es sich, dass sich die Berliner Festwochen im Jahr 1977 die Zwanziger Jahre vorgenommen hatten. Veranstalter war die Berliner Festspiele GmbH, gegründet 1967, finanziert von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin. Geld spielte auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges (fast) keine Rolle. Berlin musste Schaufenster des Westens sein.

 

 

 

 

 

 

Zwanziger Jahre, das war auch Kabarett, Chanson, Sketche, Rezitation und anderes mehr, das war Solo, Duo, Trio, mit und ohne Musik, geringer Aufwand, intime Atmosphäre. Das „Kleine Theater am Südwestkorso“ in Nr. 64 mit 99 Plätzen (und Bar) lieferte den Raum für Künstler, denen der Erfolg noch bevorstehen würde. Einen Monat lang gab es Festwochen-Gastspiele in Friedenau. Und das Publikum kam in Scharen. Sabine Fromm sorgte für zusätzliche (nicht genehmigte) Klappstühle, verlegte ihren Ausschank in den Vorgarten – die Nächte am Südwestkorso waren ziemlich lang.

 

Die Katakombe Frankfurt servierte das Tucholsky-Porträt eines Demokraten und Walter Mehrings Golden Twenties. Ernst Schwitters entwickelte mit MERZ noch einmal das dadaistische Gesamtweltbild seines Vaters Kurt. Der Satiriker Dietrich Kittner erwies sich mit seiner Erich-Weinert-Revue als würdiger Erbe seines großen Vorbildes. Aus Wien brachte Lore Krainer ihre Kabarettlieder mit. Susan Avilés und Peter Ludwig kamen mit den Schöpfungen von Peer Raben und Rainer Werner Fassbinder. Die Schweizer Schauspielerin Silvia Jost kredenzte Lieder und Texte von Kurt Tucholsky, eigentlich aber Faux Pas de Deux, jenes Programm, das sie mit ihrem damaligen Lebenspartner Hanns Dieter Hüsch kreiert hatte. Der Steiermärker Wolfram Berger brillierte mit Sketchen des Wortzerklauberers Karl Valentin. Carola Regnier nahm sich zusammen mit dem Gitarristen Leonard Regnier die sittenwidrigen Lieder ihres Großvaters Frank Wedekind vor. Susanne Tremper, deren Stimme mit der Synchronisation von Walt-Disney-Filmen bekannt geworden war, gab nun nicht mehr Schneewittchen oder Bambi, sondern die Gassenhauer von Claire Waldoff zum Besten. Und dann gab es noch Klaus Hoffmann, damals Geheimtipp der Szene, der in seinen Chansons über das geteilte Berlin immer wieder Fragen stellte: Was fang ich an in dieser Stadt?

 

Ein bisschen waren die Festwochen von 1977 daran beteiligt, dass Künstler und Theater bekannt(er) wurden. Jahre später gelang dem Kleinen Theater am Südwestkorso ein Dauerbrenner: „Das Küssen macht so gut wie kein Geräusch“. Die musikalische Revue durch 100 Jahre Berliner Geschichte erlebte zwischen 1986 und 1994 insgesamt 2222 Vorstellungen. Mittlerweile besteht die Bühne über 40 Jahre, allerdings, nach dem frühen Tod der Prinzipalin Sabine Fromm, unter neuer Leitung. Gemacht wird das, was hier immer gemacht wurde – Nischentheater. (Website http://kleines-theater.de).

 

 

 

 

Berliner Festwochen 1977 im Kleinen Theater am Südwestkorso

Kiosk und Bedürfnisanstalt am Südwestkorso, 1973. Quelle LBB

Südwestkorso Nr. 62

Kiosk und Bedürfnisanstalt (1920)

 

Kiosk und Bedürfnisanstalt sind 1920 nach einem Entwurf des Architekten und Friedenauer Gemeindebaurats Hans Altmann entstanden. Der Bau ist in Sichtziegelmauerwerk auf quadratischem Grundriss errichtet und mit einem Pyramidendach mit geschweiften Sparren gedeckt. Der Kiosk hat am Südwestkorso für den Verkauf einen kleinen erkerartigen Vorbau, dem eine Welsche Haube aufgesetzt ist. Das Bezirksamt hat das Baudenkmal auf dem seit Januar 2000 genannten Liane-Berkowitz-Platz denkmalgerecht sanieren lassen.

 

 


Baudenkmal
Auf dem Liane-Berkowitz-Platz, wie der kleine Dreiecksplatz zwischen Südwestkorso, Wilhelmshöher Straße und Rheingaustraße seit Januar 2000 heißt (bis dahin namenlos), steht ein eingeschossiger Kiosk mit Bedürfnisanstalt,

 


 

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