Ein Brief aus der Nachbarschaft

 

Nachbarn aus den Häusern Stierstraße Nr. 5 und Nr. 14 haben einen kuriosen „Spendenaufruf” gestartet und leider den Blick über den Tellerrand aus den Augen verloren. Wir haben uns deshalb entschlossen, auf der Website die Angelegenheit grundsätzlich zu betrachten. Dazu liefern wir zwei Dutzend Fotos aus dem Kiez Güterbahnhof, Bennigsenstraße, Hauptstraße, Handjerystraße, Lauterstraße, Schnackenburgstraße, Stierstraße und Perelsplatz, die dokumentieren, dass das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg allein in diesem Bereich 24 Bäume gefällt und nicht ersetzt hat – und offensichtlich auch nicht Willens ist, dafür Mittel aus dem Haushalt zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Antwort vom 26. April 2017 an die Nachbarn in der Stierstraße:

 

Liebe Nachbarn aus der Stierstraße Nr. 5 und Nr. 14,

Ihr im Grunde ehrenwertes Anliegen, auf die Fällung von Bäumen in der Stierstraße hinzuweisen, ist auch bei uns angekommen. Dass nun aber „wir Nachbarn“ mit einer Spendensammlung dafür sorgen sollen, dass vielleicht ein oder zwei Bäume nachgepflanzt werden, macht – mit Verlaub – den Bock zum Gärtner. Allein die Auskunft des Bezirksamtes auf Ihre Nachfragen ist eine Frechheit. Da stiehlt sich die Verwaltung elegant aus der Verantwortung und nutzt bürgerschaftliches Engagement schamlos aus. Wir sollten nicht so naiv sein, darauf hereinzufallen. Ihr Appell „Neue Bäume für die Stierstraße“ zeugt leider von einer solchen Naivität und sollte doch vielmehr das Bezirksamt mit aller Deutlichkeit in die Verantwortung nehmen.

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