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Georg Haberland und seine „Berlinische Boden-Gesellschaft

 

Rund um den Cosimaplatz

 

 

Bekannt war, dass der Bauunternehmer Georg Haberland und seine „Berlinische Boden-Gesellschaft“ am 22. September 1904 von der Gemeinde Friedenau das Sportparkgelände zwischen Handjerystraße und Kaiserallee (Bundesallee) für knapp drei Millionen Mark erworben hatten. Bekannt war auch, dass dort mit dem „Wagnerviertel" ein Quartier mit dem „fortgeschrittensten Stand des großbürgerlichen Mietwohnungsbaus am Ende des Kaiserreichs" entstanden ist.

 

Nicht bekannt war, dass die „Berlinische Boden-Gesellschaft“ im Februar 1890 von den aus Wittstock an der Dosse stammenden Salomon (Vater) und Georg (Sohn) Haberland zusammen mit dem Hamburger Kaufmann Arthur Booth und unter Beteiligung des Berliner Bankhauses Delbrück, Leo & Co. gegründet worden war und eigentlich bis heute „besteht“. Wie das?

 

Im Herbst 1975 entstand die „Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft“ durch Zusammenschluss der „Grün & Bilfinger AG“ in Mannheim mit der Wiesbadener „Julius Berger-Bauboag AG“, die 1969 aus der Fusion der Julius Berger AG und der BAUBOAG in Düsseldorf hervorgegangen, die wiederrum bis 1954 als „Berlinische Boden-Gesellschaft“ firmierte. Die Geschichte der heutigen „Bilfinger Berger AG“ erstreckt sich daher, vermittelt durch die Vorläuferunternehmen, über einen Zeitraum von mehr als 137 Jahren.

 

Unter dem Titel „Drei Wurzeln – Ein Unternehmen“ haben die Historiker Bernhard Stier und Martin Krauß ausführliches Material über Ursprünge und Geschichte dieser Unternehmen zusammengetragen. Mit freundlicher Genehmigung der „Bilfinger Berger AG“ veröffentlichen wir daraus auszugsweise die wesentlichen Beiträge zur „Berlinischen Boden-Gesellschaft“ und Georg Haberland.

 

Für Neugierige der ausführliche Text im PDF-Format:

Georg Haberland und seine Berlinische Boden-Gesellschaft

 

 

Wer lebte wo?

 

Cosimaplatz 8

Hier lebte der Komponist Franz Doelle (1883-1965). Von diesem „Altmeister der leichten Muse“ stammen u. a. die Ohrwürmer „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, „An einem Tag im Frühling“ und „Wie ein Wunder kam die Liebe“.

Brünnhildestraße 2

Hier lebte (1914) der Zeichner und Karikaturist Paul Simmel (1887-1933), neben Heinrich Zille einer der bekanntesten Schilderer Berliner Lebens. Geblieben sind seine Bücher „Wer lacht da?“, „Das neue Simmel-Buch“ und „Simmels Sammel-Surium“.

Brünnhildestraße 3

Hier lebten der Schriftsteller und Graphiker Christoph Meckel (geb. 1935) und die als Illustratorin von Kinderbüchern bekannte Malerin Lilo Fromm (geb. 1928).

Brünnhildestraße 7

IHier lebte der Komponist und Kapellmeister Hans-Otto Borgmann (1901-1977). Von 1928 bis 1945 war er als Dirigent und Komponist bei der Ufa beschäftigt. Er schrieb die Musik zu über 100 Spielfilmen.

Brünnhildestraße 8

IHier lebte die Bildhauerin Ursula Sax (geb. 1935).

Elsastraße 2

Hier lebte der Zeichner und Illustrator Walter Trier (1890-1951). Nach 1933 musste er wegen seiner jüdischen Abstammung nach England emigrieren.

Evastraße 3

Hier lebte der Bibliothekswissenschaftler Emil Jacobs (1868-1940). 1929 wurde er Erster Direktor der Preußischen Staatsbibliothek.

Evastraße 4

Hier lebte der Ethnologe Walter Krickeberg (1885- 1962). Er war von 1945 bis 1954 Direktor des Völkerkundemuseums.

Evastraße 6

Hier lebte der Historiker und Theologe Bernhard Beß (geb. 1863). Er veröffentlichte 1894 „Luther und das landesherrliche Kirchenregiment“ und war von 1913 bis 1937 Herausgeber der „Zeitschrift für Kirchengeschichte“.

Isoldestraße 1

Hier lebte der deutsch-rumänische Romanist Hariton Tiktin (1850-1936). Von 1912 bis 1925 war er an der Humboldt Universität Lektor für Rumänisch und lehrte Sprachpraxis, historische Grammatik des Rumänischen und rumänische Sprachgeschichte. 1919 wurde er Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.

Isoldestraße Nr. 1

Hier lebte der Jack London-Übersetzer Erwin Magnus (1881-1947).

Isoldestraße Nr. 5

Hier lebte der Schriftsteller Erich Paetel (Pseudonym Erich Herrmann (1875-1949).

Isoldestraße Nr. 9

Berühmt wurde dieses Haus durch die Friedenauer Kammerkonzerte.

Isoldestraße Nr. 10

Hier lebte der Schriftsteller Gustav Mai-Rodegg (1885-1945).

Kundrystraße Nr. 1

Hier lebte der Schauspieler Ernst Waldow (1893-1964).

Ortrudstraße 2

Hier lebte der Operettenkomponist Leon Jessel (1871-1942). Seinen größten Erfolg hatte er mit dem 1917 in Berlin uraufgeführten „Schwarzwaldmädel“.

Sentastraße 5

Hier lebte die Frauenrechtlerin, Sexualreformerin und Pazifistin Helene Stöcker (1869-1943).

Sieglindestraße 10

Von den zahlreichen Friedenauer Kinos hat das „Cosima“ in der Sieglindestraße 10 / Varziner Platz überlebt.

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© Peter Hahn