Kammermusiksaal Friedenau in der Isoldestraße

Mehr als eine Geste

 

Sie sind Nachbarn in Friedenau und betreiben sehr verschiedene Geschäfte: der Edeka-Markt in der Handjerystraße und die „Friedenauer Kammerkonzerte“ in der Isoldestraße. Die einen verkaufen frische Wurst, die anderen Musik auf historischen Instrumenten.

 

Mit einer Spende zur Weihnachtszeit haben nun die Edeka-Betreiber Peter Görse und Ingo Meichsner die „Gesellschaft der Freunde der Friedenauer Kammerkonzerte e.V.“ überrascht. Das ist mehr als eine Geste und zeugt vom Respekt der Lebensmittelhändler gegenüber den Künstlern. Wir freuen uns darüber.

 

Seit 1986 wird in der Isoldestraße Nr. 9 musiziert. Die Gründung der „Friedenauer Kammerkonzerte“ war eine Tat von Rolf Junghanns (1945-1993) und Bradford Tracey (1951-1887).

 

 

Der Deutsche und der Kanadier waren Professoren der Berliner Hochschule für Musik. Ihr Interesse galt dem Spiel auf historischen Instrumenten. Seit über drei Jahrzehnten erlebt das Publikum in der intimen Atmosphäre des Kammermusiksaals den Klang der Musik des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts. Das Überleben war oft genug gefährdet. Das Engagement des Bezirksamts von Tempelhof-Schöneberg hielt sich in Grenzen. Mehr als gute Politikerworte gab es nicht. Letztendlich ist es dem Hauseigentümer und der „Gesellschaft der Freunde der Friedenauer Kammerkonzerte e.V.“ zu verdanken, dass sich die Konzerte dennoch zu einem kulturellen Markenzeichen von Friedenau entwickeln konnten.

 

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