Friedhof Eisackstraße

 

Es liegt heute mehr denn je nahe, den ehemaligen Schöneberger Gemeindefriedhof an der früheren Maxstraße aus dem Blickwinkel des „gefühlten“ Friedenau zu betrachten. Mit den Plänen für die „Welthauptstadt Germania“ Ende der 1930er Jahre und mit Ausführung der Stadtautobahn in den 1970er Jahren hat er seine Bindung an das ursprüngliche Schöneberg restlos verloren. Übriggeblieben ist ein Stückchen Grünfläche mit etwa 18.000 m², eingekeilt zwischen A 100, Innsbrucker-Platz-Tunnel, Schöneberger Kreuz und Wannseebahn. Kein beschaulicher, aber ein höchst geschichtsträchtiger Ort.

Die landeseigene Begräbnisstätte wird offiziell „Friedhof Schöneberg I“ genannt, firmiert unter der Plannummer 5021 Ld. und hat die Adresse Eisackstraße 40a. Die Begräbnisstätte wurde 2006 komplett geschlossen. Im Jahr 2036 gehört der verbliebene Rest der Geschichte an.

Mit Eisack ist der Nebenfluß der Etsch (Adige) in Südtirol (Isarco) gemeint. Die Straße war Teil der Innsbrucker Straße, die früher bis zur Baumeisterstraße (Name seit 1912, vorher Straße 43) führte. Das Reststück ab Hauptstraße wurde am 14. September 1927 in Eisackstraße umbenannt, umgestaltet und endet als Sackgasse.

 

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