Robert Hertel (1824-1886)

 

Das Erfreuliche zuerst: Die Grabstätte von Robert Hertel gehört zu den ältesten Gräbern auf dem Friedhof Stubenrauchstraße - und wird von der Familie bis heute gehegt und gepflegt.

 

Robert Hertel gehört zweifellos zu den Gründern von Friedenau. Kaum hatte der Grundstücksspekulant David Born (1817-1879) im Mai 1971 in der „Vossischen Zeitung“ die Parzellierung und Bebauung der Umgegend Berlins annonciert, und dabei besonders Beamte angesprochen, „deren Einkommen nicht so rasch und in gleichem Maße als die Wohnungsmiete steigt“, gründeten im Oktober 1872 Wilhelm Fröauf (Rechnungsrat an der Gewerbeakademie), Georg Roenneberg (Geheimer Sekretär im Handelsministerium) und Robert Hertel (Rechnungsrat im Kriegsministerium) einen „geselligen Verein“ zur „Förderung, Vertretung und Verwaltung“ einer zu bildenden selbstständigen Gemeinde.

 

Nachdem sie auch Nicolaus Prinz Handjery (1836-1900), den Landrat des Kreises Teltow von der Idee „überzeugt“ hatten, genehmigte Kaiser Wilhelm I. am 9. November 1874 „die Abtrennung der Kolonie Friedenau mit einem Flächeninhalt von 141,3516 Hektaren von dem Kommunalverbande des Gutsbezirks Deutsch-Wilmersdorf, Kreis Teltow, und ihre Erhebung zu einer Landgemeinde unter dem Namen Friedenau“.

 

Bereits am 11. Januar 1975 wurden Gemeindevorstand und Gemeindevertretung ernannt, darunter Georg Roenneberg als Gemeindevorsteher und die Herren Rechnungsräte Wilhelm Fröauf (Gewerbe-Akademie) sowie Louis Blankenberg, Carl Hacker und Robert Hertel, allesamt tätig im preußischen Kriegsministerium,

 

Noch 1872 war Robert Hertel im Berliner Adressbuch als „Geh. Expedirender Secretair im Kriegs-Ministerium, Potsdamer Straße 81 a“ gemeldet. Zwei Jahre später war er als Rechnungsrat im Kriegsministerium bereits Eigentümer des Hauses Ringstraße Nr. 4 (heute Dickhardtstraße).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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