Aus der Regierungspressekonferenz vom 15. Mai 2017 (Originaltext)

 

 

Frage: Herr Seibert, Herr Schäfer, Herr Flosdorff, ist es für Frau Merkel, Herrn Gabriel und Frau von der Leyen möglich, nach İncirlik zu reisen und die deutschen Soldaten zu besuchen?

Jens Flosdorff (Sprecher des Verteidigungsministeriums): Um es für die Verteidigungsministerin zu sagen: Es sind jetzt keine Reisen nach İncirlik geplant. Insofern kann ich Ihnen dazu keine Auskunft geben.

Martin Schäfer (Sprecher des Auswärtigen Amts): Ich kann auch von keinen konkreten Besuchsplänen des deutschen Außenministers für die Türkei berichten, schon gerade nicht von Besuchsplänen für İncirlik. Das ist alles andere als ausgeschlossen. Es kann natürlich sein, dass auch Angehörige der Bundesregierung einen solchen Besuch unternehmen wollten. Darüber, wie die Reaktion der türkischen Seite auf einen solchen Besuchswunsch ausfiele, können wir nur spekulieren. Das wissen wir nicht.

StS. Steffen Seibert (Regierungssprecher): Ich kann über solche Pläne für die Bundesregierung auch nicht berichten. Das ist aber nicht die Frage, die sich uns stellt. Uns stellt sich die Situation ganz klar so dar, wie die Kollegen sie beschrieben haben. Es muss selbstverständlich möglich sein, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages nach İncirlik reisen und dort die Truppe im Auslandseinsatz besuchen - in einem Auslandseinsatz, den der Deutsche Bundestag mandatiert. Deswegen wird sich die deutsche Bundesregierung weiterhin bei der türkischen Seite darum bemühen, dass diese Selbstverständlichkeit möglich ist. Sie wird entsprechend ihrer Zusage an den Bundestag auch Alternativstandorte ins Auge fassen.

Zusatzfrage: Ich habe ja nicht nach aktuellen Plänen gefragt, sondern ob es für die drei Mitglieder der Bundesregierung möglich ist, nach İncirlik zu fahren. Das ist ganz einfach zu klären.

StS Seibert: Sie haben drei Antworten bekommen.

Schäfer: Drei sehr konkrete Antworten.

Zusatz: Auf eine Frage, die ich nicht gestellt habe.

Schäfer: Doch, doch! Ich glaube schon. Das müssen Sie sich vielleicht nachher noch einmal im Video anschauen.

 

Vom Türschild. Aus Zentralblatt der Bauverwaltung, 18.1.1918

Vom Türschild

Gefunden im: Zentralblatt der Bauverwaltung, Nr. 6, 12. Januar 1918, Seite 25 und 26

 

Tür- und Fensterbeschläge müssen jetzt für Kriegszwecke abgegeben werden, soweit sie nur Metallwert besitzen. Es ist zu erwarten, daß hier jedes Kunstwerk sorgsam zurückgestellt wird, weil der Metallverlust unbedeutend ist. Trotzdem bleibt die Gefahr, daß bei dem Massenaufgebot manches schöne Stück verschwindet, und dieser Gedanke hat die Veranlassung gegeben, Proben alter Türschlösser im Bilde zu sammeln und ihnen hierdurch zu weiterer Lebensdauer und Verbreitung zu verhelfen. Dabei ergab sich die Wahrnehmung, daß der Gebrauchsname Schlüsselschild durch die Bezeichnung Türschild ersetzt werden sollte, weil das Schild der Art der Tür angepaßt ist, wie sich im folgenden mehrfach zeigen wird.

 

In Abb. 1 ist eine einfache Gebrauchsform gegeben. Unten der Hauptteil a mit dem Schlüsselloch, darüber der Rundteil o, der Sitz des beweglichen Drückers, durch eine Kehle vom Schilde getrennt als selbständiger Bestandteil; darüber die Bekrönung c. Diese einfache Grundform kommt häufig unverändert vor. An Stelle der Bekrönung tritt zuweilen die Endigung nach Abb 3 u. 4. Bei reicherer Ausführung sind beide beliebt, aber in der Bildung verschieden (Abb. 9 u. f ). Dem Rundteil entspricht am klarsten der olivenförmige Drehknopf, dessen Bewegung er anzudeuten scheint (Abb. 3 u. 8); er ist wohl meist der ursprüngliche Griff gewesen und bei Abgang durch den Hebelgriff ersetzt worden. Bei inneren Türen in alten Häusern findet er sich noch häufiger, während bei den schweren Haustüren die Stange ihn verdrängt hat. Gerade den einfachen Schilden gibt das Rundteil oder Halbrund ein bedeutsames Gepräge, besonders wenn es zugleich die obere Endigung bildet. In Abb. 11 ist es sogar verdoppelt an einem großen Torschild ...

 

 

 

 

 

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