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Bautzener Brache

Blick über S-Bahn- und Fernbahn-Gleise auf die Bautzener Brache (links hinter dem S-Bahn-Zug). Foto: Hahn & Stich, 13.05.2016
Quelle: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Wir haben uns im Hinblick auf die Parallelität und den grundsätzlichen Zusammenhang der Bebauungspläne „Güterbahnhof Wilmersdorf“ und „Bautzener Straße“ entschlossen, auf www.friedenau-aktuell.de auch über die „Bautzener Brache“ zu informieren.

Betrachten wir es positiv: Was will die grüne Stadträtin Dr. Sibyll Klotz wenige Monate vor ihrem politischen Abgang noch erreichen? Will sie an ihre philosophischen Studien an der Humboldt-Universität erinnern? An das „Kapital“ von Karl Marx: „Après moi le déluge! - ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist rücksichtslos, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird.“

 

„Après nous le déluge, nach mir die Sintflut, es ist mir ganz gleich, was später geschieht“ oder hat die grüne Politikerin „Grün“ aufgegeben und distanziert sich gar (spät) von den bezirklichen Stadtplanern Siegmund Kroll und Andreas Baldow, von denen sie sich lange Zeit hat vor den Karren spannen lassen?

 

Selbst die von Rot-Grün geförderte „Stadtteilzeitung Schöneberg“ und ihr dem vorauseilenden Gehorsam verpflichteter Hofberichterstatter halten sich im Fall „Bautzener Straße“ auffällig zurück. Getitelt wird „Bautzener Brache qualmt“ (03.05.2016), berichtet wird von „Rauchzeichen in der BVV“, gar von Bedenken der noch für wenige Monate amtierenden Volksvertreter und ausdrücklich wird darauf hingewiesen: „Wer anderer Meinung ist, kann dies im Zuge der Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung tun.“

 

Die Berliner Wahlen stehen vor der Tür und die Furcht vor einer krachenden Niederlage von SPD und Bündnis 90/Die Grünen auch in Tempelhof-Schöneberg.

 

Der Ärger über den geplanten Bau von 300 Mietwohnungen auf einem ehemaligen Bahngelände an der Bautzener Straße ist groß. Während einer Einwohnerversammlung gelang es weder Stadträtin noch Stadtentwicklungsamt, Eigentümer, Architekt und Gutachter die Bedenken der Anwohner zu zerstreuen. Karen Noetzel berichtete in der „Berliner Woche“ (11.05.2016) über Argumente: „Der Investor habe nach geltendem Baugesetz keinen Rechtsanspruch auf Erteilung des Baurechts an dieser Stelle. Das zu tun, sei eine bloße Willensentscheidung der Politik. Sie befördere damit nur einen ‚großen Spekulationsgewinn‘. Kolportiert wurde die Summe von 22 Millionen Euro allein für das Grundstück. Ohne Baurecht sei das Areal für 1,5 Millionen Euro zu haben.“

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© Peter Hahn