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Einwendungen von Isabell Franke

Der Text wurde uns von Frau Isabell Franke zur Verfügung gestellt.

Isabell Franke

Sentastraße 5

10820 Berlin

 

Berlin, 14.04.2016

 

Bezirksamt Tempelhof- Schöneberg von Berlin

John-F.-Kennedy Platz

12159 Berlin

Abt. Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung

Fachbereich Stadtplanung Frau Laatunen-Thiel

 

Betr.: Gesch.Z.: Stapl 25-6142/ 7-68

 

Einwendungen gegen die Bebauungspläne 7-68

 

Sehr geehrte Frau Laatunen-Thiel,

 

hiermit teile ich mit, daß ich gegen die o.a. Bebauungspläne in bezug auf den ehemaligen Güterbahnhof Wilmersdorf die nachfolgend benannten Einwendungen erhebe, die Planung des Bebauungsplans Nr. 7-68 ablehne und die Einstellung des Verfahrens beantrage. Zur Begründung trage ich vor:

 

1.)  Zum einen ist Friedenau schon extrem dicht besiedelt und bedarf dringend mehr Natur und Grünflächen, als daß nun noch ein riesiges Getto hinzukommen sollte. Das viel zitierte Argument der Wohnungsknappheit dürfte also gerade für Friedenau gleich Null sein und überhaupt nicht gelten. Wenn man das Baumodell sieht, bekommt man Beklemmungen. Luft zum Durchatmen und begrünter Freiraum für das Gemüt- das wollen wir Bürger und Anwohner!!!

 

Ich erhebe somit Einwendung zwecks Schutz vor Überbebauung.

 

2.) Zum anderen leben die selten gewordenen Nachtigallen und andere Tiere auf dem Gelände- wo sollen die alle bleiben? Es gibt kaum Parks/ Grünanlagen in Friedenau. Der Gesang einer Nachtigall ist ein solcher Balsam für die Seele und das Gemüt. Diese Vögel wären mit einem Schlag weg. Für mich als naturverbundenem und tierlieben Menschen ist dies schon Grund genug, gegen das Bauprojekt zu sein.

 

Ich erhebe somit Einwendung zwecks Natur- und Tierschutz.

 

3.) Desweiteren möchte ich an das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Lärm- und Abgaserhöhung verweisen. Die umgebenden Straßen sind doch gar nicht für solch eine Masse von Fahrzeugen konzipiert, schon jetzt ist es ja voll und eng. Wie soll es erst werden, wenn 950 bewohnte Wohnungen hinzugekommen sind? Das wird die reinste Katastrophe!

 

Ich erhebe somit Einwendung aus verkehrstechnischer- und gesundheitlicher Sicht.

 

4.) Ferner ist durch Gutachten schon belegt, daß die Temperatur durch das Getto um einige Grade steigen wird. In einer Zeit der globalen Erderwärmung ist das nicht förderlich und abzulehnen.

 

Ich erhebe somit Einwendung aus klimatologischer Sicht.

 

Meine Einwendungen betreffen also: Natur- und Tierschutz, Umweltschutz, Klimaschutz und letztendlich Menschenschutz, denn der resultiert aus all den genannten Aspekten, wenn man sie im Zusammenhang betrachtet.

 

Abschließend möchte ich noch meine Befremdung darüber zum Ausdruck bringen, daß bei der Infoveranstaltung vom 17.3.16 eine Dame, die offensichtlich zum internen Kreis des Bezirksamts gehört, mehrfach- und dafür gibt es Zeugen- lauthals verlauten ließ, daß das Projekt ja bereits in trockenen Tüchern wäre und es doch nur noch um die Größenordnung ginge. Wie kann so etwas möglich sein? Darf dem entnommen werden, daß sowohl die Infoveranstaltung als auch die Möglichkeit der Einwanderhebung durch uns Bürger eine reine Farce sind und als Alibi für das angebliche Einhalten rechtsstaatlicher Grundsätze fungieren?

 

Ihrer Antwort sehe ich gespannt entgegen,

 

Isabell Franke

 

P.S.: Die Dame würde ich wiedererkennen, wenn ich sie nochmal zu Gesicht bekäme...

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© Peter Hahn