Name seit 1874. Der Bahnhof Friedenau der Wannseebahn wurde am 1.11.1874 eröffnet. Er wurde nach der Landhauskolonie Friedenau benannt, lag aber auf Schöneberger Gebiet.

Wannseebahnhof Friedenau, 1912

Wannseebahnhof Friedenau

 

 

 

 

S-Bahnhof Friedenau

Frankfurter Allgemeine, 20. Februar 2003

Von Peter Hahn

 

Friedenau bietet viel, notierte Günter Grass vor dreißig Jahren in sein „Tagebuch einer Schnecke“. Da wohnte er noch in der Niedstraße, über ihm die Flugzeuge der PanAm und BEA nach Tempelhof, unter ihm die U-Bahnlinie nach Steglitz. Drumherum Landhäuser, Villen und Mietshäuser der Gründerzeit, Vorgärten mit schmiedeeisernen Gittern, Parkanlagen, Springbrunnen, Gartenlokale, Wochenmarkt, Postamt und ein Friedhof für den Komponisten Ferrucio Busoni, auf dem nun auch Marlene Dietrich ihre Ruhe gefunden hat.

Frieden-Au, wie die Landhauskolonie ursprünglich genannt wurde, entwickelte sich seit seiner Gründung 1871 zu einer beliebten Wohngegend. Viel Intelligenz war hier Zuhause, darunter Rosa Luxemburg und Theodor Heuß, die Künstler Hans Baluschek, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Barlach, Hannah Höch, der Komponist Max Bruch, die Schriftsteller Dinah Nelken, Max Hermann-Neiße, Erich Kästner, Günter Weisenborn, Max Halbe, Hans Christoph Buch, Günter Bruno Fuchs, Rainer Maria Rilke, Kurt Tucholsky, Christoph Meckel, Nicolas Born, Paul Zech, Kurt Hiller, Georg Hermann, auch der "Tingeltangel" mit Marlene Dietrich, Hildegard Knef, den Comedian Harmonists und natürlich das Quartett Günter Grass, Uwe Johnson, Hans Magnus Enzensberger, Max Frisch.

Das ruhige Viertel hinter dem Innenstadtring hat bisher alle Wirren überstanden, den Verlust des eigenen Rathauses ebenso wie 1920 den Anschluß an Schöneberg und 2001 die Dreingabe an den unüberschaubar gewordenen Großbezirk Schöneberg-Tempelhof. Verändert hat sich kaum etwas. Die wenigen Baulücken die es noch gab, werden erst jetzt gefüllt. Die Generation Golf, die nach dem Fall der Mauer an Spree und Havel drängte, hält Hof in Berlin-Mitte und läßt dem 19. Jahrhundert seine Beschaulichkeit ...

 

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Die neue Vorortbahn Berlin-Potsdam (Wannseebahn)

 

Strecke der Wannseebahn

 

Die neue Vorortbahn Berlin-Potsdam (Wannseebahn)

Centralblatt der Bauverwaltung, 26. September 1891

 

Am 1. Oktober 1891 wird das III. und IV. Geleis auf der Strecke Berlin-Potsdam (die neue Wannseebahn) dem Verkehr übergeben werden. Dem sich dauernd entwickelnden Vorortverkehr kann alsdann in vollkommenster Weise, ungehindert durch den stetig zunehmenden Fernverkehr der Potsdamer Bahn und den Verkehr zwischen Berlin und Potsdam und weiterhin Charlottenhof und Wildpark, Rechnung getragen werden ...

 

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