Friedenauer Verein für Ferienkolonien Zinnowitz

Architekt Hans Altmann, 1912

 

Im Bericht über die „Wohlfahrtseinrichtungen von Groß-Berlin“ des Jahres 1913 wird vom „Verein für Ferienkolonien“ und der Zusammenarbeit mit der „Zentralstelle für Balneologie“ des Physiologen Nathan Zuntz (1847-1920) berichtet. Vorsitzender des Friedenauer Vereins war Bürgermeister Erich Walger (1867-1945). Er war es wohl, der seinen Gemeindebaurat Hans Altmann beauftragt hat, ein Kinderheim für den „Friedenauer Verein für Ferienkolonien“ in Zinnowitz zu schaffen. Im Jahr 1912 entstand in der Forststraße 26 (heute Dr.-Wachsmann-Straße) zirka 600 Meter von der Küste entfernt und hinter dem 450 Meter breiten Dünenwald ein zweigeschossiges Haus mit Mansarddach.

 

Das einstige Feriendomizil für Friedenauer Kinder existiert noch immer. Nach einer Nutzung als Lazarett während des Krieges wurden nach Kriegsende zeitweise elternlose Kinder untergebracht. Zu DDR-Zeiten erhielt das Haus den Namen Elli-Voigt-Heim, benannt nach der Widerstandskämpferin Elli Voigt geborene Elli Lotte Garius, die im Alter von 32 Jahren am 8. Dezember 1944 in Plötzensee hingerichtet wurde. Das Gebäude wird heute vom „Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland“ CJD als Kinderheim betrieben.

 

 

Weiteres in Vorbereitung

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