Wohn- und Siedlungsbauten Ceciliengärten

1922/27

 

Für die „Reichskammer der bildenden Künste - Fachverband der Architekten“ gibt Hans Altmann 1934 an: „Maßgeblich beteiligt an den Wohn- und Siedlungsbauten in den Ceciliengärten in Berlin-Schöneberg“. Art und Umfang seiner Leistungen konnten (bisher) nicht ermittelt werden.

 

 

 

 

Der Bebauungsplan für das sogenannte „Schöneberger Südgelände“ zwischen Friedenauer Straße (Hauptstraße), Südring und Stammbahn (Wannseebahn) hat zwischen 1875 und 1922 einige Veränderungen hinnehmen müssen.

 

Das Land gehörte einst dem Schöneberger Großbauern „Willmann“. In den 1890er Jahren war durch die „Boden-Aktiengesellschaft Berlin-Nord“ eine Parzellierung und Bebauung mit „breiteren Straßen und eingestreuten Grünflecken“ geplant. Nachdem der Architekt Paul Wolf zum Stadtbauinspektor von Schöneberg berufen war, stellte er 1912 einen neuen „Bebauungsplan für das Willmann’sche Gelände“ auf. Das Projekt erhielt den Namen „Ceciliengärten“, benannt nach Kronprinzessin Cecilie Auguste Marie von Mecklenburg-Schwerin (1886-1954), der Ehefrau von Kronprinz Friedrich Wilhelm (1882-1951). Paul Wolf wollte eine Idylle errichten, eine nach außen hin ziemlich abgeschlossene Gartenstadt inmitten der Großstadt, mit „durchsonnten Wohnungen durch Nord-Süd-Ausrichtung sämtlicher Baublocks“, ohne „Berliner Zimmer und Hinterhäuser“ und mit „Spielplätzen für die liebe Jugend“. Es kam der Erste Weltkrieg, das Projekt verschwand in den Schubladen und Paul Wolf ging 1914 als Stadtbaurat nach Hannover.

 

Mit der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 verlor Schöneberg seine Selbstständigkeit und bildete von da an gemeinsam mit Friedenau den 11. Berliner Verwaltungsbezirk Schöneberg. Am 21. Februar 1921 wählten die Stadtverordneten den Reichstagsabgeordneten der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) Emil Berndt (1874-1954) zum Schöneberger Bürgermeister. Stadtbaurat wurde der 57-jährige Professor Heinrich Lassen.

 

Er stellte einen dritten Bebauungsplan auf. Nach dem „Reichsheimstättengesetz“ von 1920 hatte er einen erheblichen Anteil an Grünflächen nachzuweisen: 87 ha Freiflächen und Parks, 34,3 ha Dauerkleingärten und nur 16,4 Prozent Bauland. Damit waren mit den nahen Friedhöfen Maxstraße und Zwölf Apostel 63,6 Prozent Grünland. Der Rest war Straßenland. Auf dieser Basis konnte Lassen an die Ideen seines Vorgängers Paul Wolf anknüpfen. Die „Gemeinnützige Heimstättengesellschaft der Berliner Straßenbahn“ und die „Wohnstättengesellschaft mbH“ erwarben die parzellierten Blöcke. Die Projektierung der Wohngebäude wurde den veränderten Wohnbedürfnissen angepasst – im Prinzip Mietskasernen in einer zeitgemäßen Ausführung. 1922 wurde mit dem Bau begonnen, 1927 war er vollendet.

 

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