Ein Wort von Herta Müller genügt

 

 

Selbstbildnis Käthe Kollwitz. Quelle Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Über fünf Jahrzehnte lebte sie in Berlin. Über drei Jahrzehnte existiert das Käthe-Kollwitz-Museum in der Fasanenstraße. Nun will das Haus mit der Ausstellung „Käthe Kollwitz und ihre Freunde“ ihren 150. Geburtstag feiern. Das Jubiläum steht unter keinem guten Stern, weil aus dem Kunst-Museum ein Exil-Museum werden soll. Diese Idee sollte endlich begraben werden. Herta Müller hatte die Idee kreiert und sich mit ihrem treuen „Gefährten“ Ernest Wichner für den Standort Kollwitz-Museum ausgesprochen. Sie sollte zurückrudern.

 

„Das Berliner Kollwitz-Museum zeigt Flagge“: Unter diesem Titel veröffentlichte die F.A.Z. am 26. Juni 2017 einen weiteren Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Museums. Dort heißt es u.a.:

 

Zur Vernissage des Defilees der überwiegend namhaften Zeitgenossen, die den Lebensweg der Kollwitz kreuzten, erklärte Kultursenator Klaus Lederer seine Bereitschaft, sich für eine dauerhafte finanzielle Sicherung des Museums durch die volle Übernahme vom Land Berlin einzusetzen. Offenlassen musste er die leidige Umzugsfrage. Dem neben dem Auktionshaus „Villa Grisebach“ in der Fasanenstraße gelegenen Stammquartier droht die Kündigung durch den Besitzer Bernd Schultz, der sich für eine spätere Nutzung durch das geplante Exilmuseum starkmacht. Ein adäquater neuer Standort für dreihundert Arbeiten auf Papier und den Extrakt des plastischen Werkes ist nicht in Sicht.

 

Der Tagesspiegel zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz

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