Name seit dem 22. Oktober 1875, vorher Kastanienstraße, benannt nach dem elsässischen Fluss Ill, einem linken Nebenfluss des Rheins. Mit dem „Friede von Frankfurt“ wurde Elsass 1871 dem Deutschen Reich angegliedert. Friedenau „würdigte“ dieses Ereignis mit der Straßenumbenennung. Die Straße war einst eine direkte Querverbindung von der Kaisereiche über die Dickhardtstraße (früher Ringstraße) bis zur Ecke Holsteinische Straße und Fregestraße. Mit dem Bau der Fläming-Grundschule Schule ist die Illstraße seit 1973 eine Sackgasse.

 

Ernst Barlach in jungen Jahren

Illstraße Nr. 4

Ernst Barlach (1870-1938)

 

„Barlach, E., Bildhauer“ taucht im Friedenauer Adressbuch erstmals 1906 unter Illstraße Nr. 4 auf. Es gab 14 Häuser, Nr. 1-7 zur Rheinstraßenseite, Nr. 8-14 zur Saarstraße. Eigentümer von Nr. 4 waren Witwe Franke und Architekt Siebert. Dann gab es noch Portier, Kaufmann, Rechnungsrat, Bauklempner, Lehrerin, Eisenbahnsekretär und Kassenboten.

 

Es ist Barlachs zweiter Versuch, in Berlin Fuß zu fassen. Der erste Aufenthalt in den Jahren 1899 bis 1901 kam zustande, da er Gelegenheit bekam, auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“ auszustellen. Gebracht hat es kurzfristig nicht viel. Er schickt weiterhin unermüdlich Zeichnungen an Zeitschriften. In der „Jugend“ erscheinen die Beiträge Jungens vom andern Dorfe, Erbsünde, Entwurf für einen Briefbeschwerer, Nach Haus, Spukgeschichten, Titelbild, Straßenkehrer, Reifspiel, Das stille Schiff, Die ewige Fragerei. Mit Grabmalentwürfen hält er sich über Wasser. Immerhin lernt er den Verleger Reinhard Piper und den Kunstkritiker Karl Scheffler kennen.

 

Scheffler schreibt 1946: „Barlach, dem es in Berlin kümmerlich erging, hauste in dem großen, romantisch verbauten Atelierhaus auf der Fasanenstraße. Der erste Eindruck schon ließ einen Außenseiter und ein Original erkennen. Obwohl er noch ungewiss tastete und ein Bedrängter war, der nicht wusste, wie er der Fülle seiner plastisch-poetischen Gesichte Herr werden sollte, wirkte er bereits wie eine geprägte Persönlichkeit. Gleich erwies es sich, dass er zu jenen gehörte, die nichts zu sagen vermögen und in einer tragischen Weise gehemmt sind, wenn sie nicht alles und das Letzte sagen können."

 

 

Fehlender Erfolg und materielle Nöte bringen ihn wieder nach Berlin. Im Katalog der „Großen Berliner Kunstausstellung 1906“ wird Ernst Barlach, Friedenau mit dem Bildwerk Die Rast der Flüchtigen angekündigt. 1928 schreibt er in „Ein selbsterzähltes Leben“: „Wieder in Berlin. Hier gings nun allerdings heillos her, ich wusste, dass ich in einer Hölle saß, und saß darin ringend um die tagtägliche Überwindung des Bewusstwerdens meiner ganzgänzlichen Überflüssigkeit. Es langte bei meinem Treiben mit dem abhanden gekommenen Mut so oft kaum zum Aufstehen, am liebsten wäre ich um zehn Uhr früh schon wieder ins Bett geflohen, ich wirtschaftete ab und das Leben ebbte mit so starker Strömung, als wolle es sich wie die Elbe beim Ostorkan entleeren. Es war also keine große Kunst, mich zur Reise nach Russland zu bestimmen.“

 

Er kommt zurück und präsentiert auf der Berliner Secession die von Richard Mutz ausgeformten farbigen Terrakotten Blinder Bettler und Russische Bettlerin mit Schale. Die „Ernst Barlach Stiftung“ zieht ein Resümee: „Barlach sieht die künstlerischen Auswirkungen der Russlandreise positiv bestätigt. Er beginnt, die in Russland gefüllten Skizzenbücher in Plastiken und Prosaskizzen zu verarbeiten. Sechs zeitkritische Karikaturen erscheinen in der Zeitschrift ‚Simplicissimus‘. Durch den Berliner Kunsthändler Paul Cassirer wird Barlachs Lebensunterhalt abgesichert. Cassirer übernimmt in der Folge alle Arbeiten Barlachs gegen ein festes Jahresgehalt. Barlach wird Mitglied der Berliner Secession. Auf der 16. Ausstellung im Winter 1908 ist er mit 7 Plastiken und 20 Zeichnungen vertreten.“

 

„Es gab ein Aufatmen in meinem Gemüt und einen hübschen kleinen Tumult in meinem Kopfe, als ich mit zwei solchen Püppchen, wie die feiste Bettlerin und der betend lamentierende Bettler waren, den Beifall eines halben Duzend Männer fand, deren Urteil ich nur zu gerne als unzweifelhaft verlässlich ansah. Der über alle Maßen selbstlose Gaul zeigte fast mehr Freude über diesen Anfang als ich selbst haben konnte. Cassirer kam mit mir ins nächste Zimmer und forderte mich auf, ihm Arbeiten zu senden. Es verging ein halbes Jahr, wo mich denn Cassirer zu einem Besuch aufforderte und mir ein Abkommen vorlegte, nach dem ich meine zukünftigen Arbeiten ihm übergeben sollte." (Ernst Barlach, Ein selbsterzähltes Leben, 1928.

 

1906 wird er Vater. Sohn Nikolaus (1906-2001) ist das Ergebnis einer Beziehung mit einem Modell. Nach zweijähriger gerichtlicher Auseinandersetzung mit der Mutter und Näherin Rosa Schwab erhält er als Vater das Sorgerecht. Das ist dann auch das Ende seiner Friedenauer Jahre. Barlach zieht mit seiner Mutter Louise und seinem Sohn nach Güstrow. Am Inselsee lässt er sich vom Architekten Adolf Kegebein Atelier und Wohnhaus errichten. 1913 wird Ernst Barlach in den Vorstand der Berliner Secession berufen. Es gibt sehr viel Krakeel in Berlin“, schreibt er am 24.2.1910 an Caritas Lindemann. „und nicht immer gibt es ihn bloß in Berlin. Er ist eine Zeitkrankheit. Man muss ihm entrinnen. Wenigstens ‚trachten‘, ihm zu entrinnen, wie Däubler sagen würde. Ich habe mein Schneckenhaus wieder nach Norden gezogen, diesmal mit Sack und Pack.“ Und gegenüber dem Verleger Reinhard Piper ergänzt er am 6.5.1910: „Hier komme ich zu ganz regelmäßigen Stunden Arbeit, in Berlin dagegen nicht, und ich bin alt genug, um dem endlich auftretenden Drang nach einiger Beständigkeit äußerer Umstände nachgeben zu dürfen. Keiner von meinen Bekannten lebt annähernd so unförmlich und stillos wie ich. Doch muss ich natürlich öfter nach Berlin" – zu den Ausstellungen der Secession und zu seinem Agenten Paul Cassirer.

 

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung protestiert Barlach gegen den Zwangsausschluss von Käthe Kollwitz und Heinrich Mann aus der Akademie der Künste, bekannte aber auch mit seiner Unterschrift unter den Aufruf der Kulturschaffenden vom 19. August 1934 dass er „zu des Führers Gefolgschaft“ gehöre. Dennoch werden 1937 rund 400 Werke Ernst Barlachs in der Aktion „Entartete Kunst“ aus öffentlichen Sammlungen konfisziert. Die Reichskammer der bildenden Künste teilt ihm mit, dass „der Herr Reichsbeauftragte für künstlerische Formgebung“ drei Plastiken und sechs Zeichnungen „beanstandet habe und dass diese Werke nicht mehr ausgestellt werden dürfen".

 

Im Juli 1937 lässt er über den Rechtsanwalt seinen Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste erklären. „Ich weiß, dass ich nur dahin gehöre, wo ich bisher gearbeitet und gelebt habe, und da man mir Fremdsein nachredet, so behaupte ich, eine bessere, stärkere und weitaus tiefer eingewachsene Zugehörigkeit, eine mehr aus Geschichte und Erleben geformte Angehörig-, ja Hörigkeit zu meinem Geburtslande zu besitzen als alle meine solches absprechenden Missgönner meiner Ungeschorenheit, Abseitigkeit und Arbeitsruhe, die auf Grund höchst jüngst errungener Vorstellungen meinen ganzen Lebensbau glauben zerbrechen zu können. Das am 24. August im hiesigen Dom fortgeschaffte Ehrenmal, ‚Domengel‘ genannt, ist nun der vierte kirchliche Fall – erst Magdeburg, dann Kiel, Lübeck, dann Güstrow. Sämtliche Stücke in der Nationalgalerie sind ausgeräumt, und dabei wird es ja nicht bleiben. Zum Arbeiten werde ich auf absehbare Zeit nicht kommen, ins Ausland gehe ich nicht, im Vaterlande muss ich mich wie ein Emigrant fühlen – und zwar schlechter als ein wirklicher, weil alle Wölfe gegen mich und hinter mir heulen.“ (Ernst Barlach, 29./30.7.1937).

 

Im Alter von 68 Jahren erliegt Barlach am 24. Oktober 1938 in der Rostocker St.-Georg-Klinik einem Herzinfarkt. Am 28. Oktober wird er in der Grabstätte der Familie Barlach in Ratzeburg beigesetzt.

 

Google, 2019

Illstraße Nr. 4-6

Fläming-Grundschule

 

Der Schulkoloss zwischen Dickhardt- und Illstraße gehört nicht zu den architektonischen Glanzlichtern von Friedenau. Genau deshalb nennt sich die Bildungsstätte  wohl auch „Schule für alle“. Dort ist das Kollegium bestrebt, Schüler „zur Teilhabe und Mitwirkung an den gesellschaftlichen Prozessen zu befähigen“.

 

Übersetzt heißt das, sie „zu selbstständigen, verantwortungsbewussten, gebildeten, toleranten, engagierten, kritikfähigen, mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen“. Das alleine wäre schon Grund genug, das Weite zu suchen.

 

Aber: „Etwa 30 Prozent unserer Kinder sprechen zu Hause noch andere Sprachen als Deutsch. Eine Klasse hat im Rahmen eines Projektes herausgefunden, dass an unserer Schule Kinder aus 44 Nationen bzw. Herkunftsländern unter einem Dach lernen.“ Laut Schulleitung „besteht eine Kooperation mit dem Rheingau-Gymnasium. Das erleichtert den Übergang auf die weiterführende Schule“. Kaum vorstellbar.

 

 

 

Dazu kommt, dass an der Fläming-Grundschule behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Ein im Prinzip richtiger Gedanke, weil damit behinderte Kinder keine Sonderschulen mehr besuchen müssen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Schüler davon profitieren. Hinter vorgehaltener Hand wird es ausgesprochen: „Die Kinder bleiben auf der Strecke“.

 

Der Weg von der Volksschule des Jahres 1871 über die I. Gemeindeschule bis zur Fläming-Grundschule war mühsam. Für das „Teltower Kreisblatt“ vom 10. November 1899 waren die Schulverhältnisse des Ortes Friedenau von Anfang an wohlgeordnet. Dem Schreiber muss widersprochen werden. Das Chaos begann früh, als die Gemeinde in der Ringstraße Nr. 49 (heute Dickhardtstraße) eine einklassige Volksschule mit einem einzigen Schulraum für 86 Mädchen und Jungen eröffnete.

 

Mit dem Umzug 1875 in das Landhaus Albestraße Nr. 25 wurde es nicht besser, zu klein für Schüler, Wohnung für Lehrer und Nachtwächter nebst Gottesraum für die Friedenauer Protestanten. Erst 1890 entstanden neben dem Landhaus Schulneubau und Turnhalle. Da dies nicht ausreichte, wurde fünf Jahre später das Landhaus abgerissen und ein weiteres Schulgebäude für 15 Klassen und 594 Schüler errichtet. Da der Bedarf auch damit nicht gedeckt war, wurden 1906 die Geschlechter getrennt. Die Mädchen kamen in die neue Schule Rheingaustraße Nr. 7, die Jungen blieben in der Albestraße.

 

1932 wird die 1. Gemeindeschule von Friedenau in 18.Volksschule Berlin-Schöneberg umbenannt. Den zeitgenössischen Berichten ist zu entnehmen, dass außer der Umbenennung nicht viel Weiteres geschah. Es kam der Zweite Weltkrieg mit zeitweiser Beschlagnahme des Schulgebäudes durch die Wehrmacht, mit reduziertem Unterreicht wegen nicht beheizbarer Räume, mit den Bombenangriffen vom Ende Februar Anfang März 1943.

 

Nach dem Krieg wurde umorganisiert und vor allem umbenannt. An der Volksschule blieben die Klassen 1 bis 6, alle anderen wurden an die Oberschule überwiesen. 1956 gab es eine politische Entscheidung mit dem neuen Namen „Fläming-Schule“ als stete Erinnerung an die nicht mehr erreichbaren Wälder und Felder des Flämings im Osten. Es verging wieder mehr als ein Jahrzehnt, bis die Verwaltung erkannte, dass ein Schulneubau erforderlich war. Gebaut wurde auf „freien“ Grundstücken der Illstraße, da die Weltkriegsbomben dort nahezu die gesamten Wohngebäude zerstört hatten. Aus städtebaulicher Hinsicht eine Fehlentscheidung. Es entstand schließlich 1973 als „Fertigbau“ eine Schule für 600 Schüler auf einem denkbar ungeeigneten Areal, umtost vom Verkehr von Rheinstraße, dem Autobahnzubringer Saarstraße und der Westtangente.

 

Im Juni 2014 legte die Senatsverwaltung für Bildung den Bericht der Schulinspektion über die Fläming-Grundschule vor. Wer sich die Lektüre der 52 Seiten antun möchte, findet sie auf der  nachfolgenden PDF: http://www.flaeming-grundschule.de/images/PDFs/2014Bericht%2007G15.pdf.

 

Franz Jüttner, Der Zug der Nörgler. Kladderadatsch, 1892

Illstraße Nr. 9

Franz Albert Jüttner (1865-1926)

 

Die Lustigen Blätter waren für den Fontane-Verehrer Georg Hermann (1871-1943) „auf dem Gebiet der modernen Karikatur für Berlin ein halbwegs fortschrittliches Blatt“. Besonders angetan hatten es ihm die politischen Zeichnungen von Franz Albert Jüttner.

 

Das war kein Wunder, denn auf Jüttners ganzseitige farbige Bilder stieß man in fast jeder Ausgabe – ziemlich auffallend, da sie in ihrer Machart an Toulouse-Lautrec erinnerten. Obwohl Künstler wie Johann Bahr, Lyonel Feininger, Walter Trier und Heinrich Zille über viele Jahre hinweg Karikaturen beisteuerten, war Jüttner „der Star“.

 

 

 

 

 

 

Die Satirezeitschrift war 1886 gegründet worden, erschien wöchentlich und erreichte vor allem während der Weimarer Republik mit 60.000 Exemplaren eine große Leserschaft. Die Lektüre der Lustigen Blätter, digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg, kann ein wahres Vergnügen sein. Diese zeit-, kulturgeschichtlichen und gesellschaftlichen Themen – garniert mit Witzen, Gedichten und Bildergeschichten – setzen allerdings eine gewisse Kenntnis des politischen Zeitgeschehens voraus. Mögen die Beiträge zum Burenkrieg in Südafrika, zur Reichstagswahl, zum deutschen Pachtgebiet Kiautschou in China oder zu Kulturereignissen so fern erscheinen, mit ihrer grundsätzlichen Kritik haben sie auch heute an Aktualität nichts verloren.

 

Da ist beispielsweise Jüttners Zeichnung Der Zug der Nörgler. Kaiser Wilhelm II. hatte sich 1892 in einer Tischrede beim Festessen des Provinziallandtags kritisch über die politische Stimmung im Land geäußert und das Verhalten der Bürger beanstandet: Es ist ja leider jetzt Sitte geworden, an allem, was seitens der Regierung geschieht, herumzumäkeln. Doch wäre es besser, dass die mißvergnügten Nörgler lieber den deutschen Staub von ihren Pantoffeln schüttelten und sich unseren elenden und jammervollen Zuständen auf das Schleunigste entzögen. Ihnen wäre dann geholfen, und uns täten sie einen großen Gefallen.“ Jüttner versammelte auf seiner Zeichnung all jene, die sich eben nicht mit den Gegebenheiten in Deutschland abfinden wollten. Er nahm den Kaiser wörtlich und zeigte das mäkelnde Volk auf dem Weg hinaus, damals konkret in Richtung Amerika, was heutzutage keine Lösung wäre.

 

Franz Albert Jüttner wurde am 23. April 1865 in Lindenstadt bei Birnbaum (Provinz Posen) als Sohn des Böttchers Franz Joseph Jüttner und seiner Ehefrau Sophie Marianne geboren. Nach der Schulzeit arbeitete er als Zeichner beim Kreisbaumeister, Dekorationsmaler und in einer lithographischen Anstalt. Dann kam Berlin. Beim Kladderadatsch begann der Autodidakt mit dem Zeichnen von Vignetten, die dem Text begleitend beigestellt wurden. Es folgten eigenständige Illustrationen wie sein parodistischer Kommentar Auf der Kunstausstellung (1888).

 

Jüttner zog nach Friedenau, zuerst Handjerystraße Nr. 78 (1894), dann Illstraße Nr. 9 (1900) und schließlich Wilhelmshöher Straße Nr. 23 (1906). Es kam der Erste Weltkrieg und er geriet wie Thomas Mann (Krieg! Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden) oder Alfred Kerr (Hunde dringen in das Haus. Peitscht sie raus!) über den vielbeschworenen Geist von 1914 in einen nationalen Rausch. In dieser Kriegsbegeisterung scherte er sich wie seine Karikaturkollegen Johann Bahr, Lyonel Feininger, Ernst Heilemann, Fritz Koch-Gotha, Paul Simmel und Walter Trier nicht um intellektuelle Redlichkeit. Ihre Propaganda-Karikaturen in den Lustigen Blättern waren fern jeder politischen Analyse – ohne Ausnahme auch die Lustigen Blätter mit ihren zwischen 1914 und 1918 erschienenen unsäglichen 223 Kriegs-Nummern.

 

Ab etwa Mitte 1917 sind Jüttners Zeichnungen in den Lustigen Blättern verschwunden. Ernst Heilemann (1870-1936) und Walter Trier (1890-1951) übernehmen die „propagandistische Arbeit“. Die Kollegen berichten von „seinem Zusammenbruch“, von einer „schweren Krise“. Auf ärztlichen Rat zieht er 1918 samt Familie nach Wolfenbüttel. Mehr weiß man nicht. Franz Albert Jüttner starb am 1. Mai 1926.