Niedstraße 4. Foto Hahn & Stich, 2019

Niedstraße Nr. 4

Baudenkmal Mietshaus

1899

Entwurf Architekt R. Lange

Bauherr Hans Loebner

 

Das viergeschossige, siebenachsige Mietswohnhaus wurde 1899 nach Plänen des Architekten R. Lange erbaut. In jedem Geschoss befindet sich nur eine geräumige 7-Zimmer-Wohnung. Das Souterrain ist in Sichtziegelmauerwerk ausgeführt, darüber ist die Fassade verputzt. In ihrer Mitte ist ein zweiachsiger Erker angeordnet, der über dem Hochparterre auf Drachenkonsolen auskragt. Der Erker wird von einem Quergiebel mit Krüppelwalm bekrönt. Westlich weist die Fassade tiefe Loggien auf, östlich über dem Hauseingang jeweils zwei Fenster. Die Fassade zeigt eine originelle Dekoration: Zwischen den beiden Erkerfenstern im zweiten Obergeschoss ist die Halbfigur eines Mönchs in Kutte und Kapuze dargestellt, der ehemals einen Trinkbecher in die Höhe streckte. Die Bauplastik stammt von Hermann Noack. Das Dach wird von zwei Schleppgauben beiderseits des Quergiebels belebt. Topographie Friedenau, 2000