Hertha trickst

 

Als Hertha BSC seine "Erpressung" startete, eine neue Fußballarena neben dem Olympiastadion oder auf dem Gewerbepark in Ludwigsfelde, haben wir uns schon gefragt, warum wohl das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) für einen möglichen Umbau des bestehenden Olympiastadions nicht gefragt wurde. Schließlich haben diese Architekten mit dem Flughafen Tegel und dem Umbau des Olympiastadions gezeigt, wie denkmalgeschützte Architektur erhalten und auch nach Jahrzehnten noch funktionieren kann. Nein, Hertha wollte eine Arena haben, „steil, nah, laut“, für 55.000 Zuschauer. Ein Umbau des Olympiastadions stand gar nicht zur Debatte.

 

Gegen Herthas Pläne regte sich von Anfang an Widerstand. Den Neubau in Ludwigsfelde wollte keiner. Den Neubau und damit einen „Angriff“ auf das unter Denkmalschutz stehende Olympiagelände lehnt eine Mehrheit von Denkmalschützern, Politikern und Berlinern ab. Dazu kommt der SPD-Landesparteitag am 20. Mai. Der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller hat es dort mit einem Antrag zu tun, in dem Hertha aufgefordert wird, Pläne für einen Umzug nach Brandenburg sofort aufzugeben. Auch der Neubau in Berlin wird von den Genossen „kritisch gesehen“ und stattdessen ein Umbau des Olympiastadions gefordert.

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