Das Jahr 2019

 

Für die Friedenauer SPD begann das Jahr 2019 am 22. März. Noch vor der für Mai geplanten zweiten Eheschließung mit dem Gewerkschaftssekretär Hivzi Kalayci hatte Dilek Kolat über ihr Stadtteilbüro unter dem Motto SPD Friedenau vor Ort zu einem Informationspaziergang auf den Bahndamm geladen.Zu berichten hatte sie wie immer nichts. Das um 16.54 Uhr gestartete Briefing durch Tobias Enders, dem Niederlassungsleiter von OFB Projektentwicklung GmbH Berlin, hatte keine Früchte getragen.

 

Eingeweihte wussten da längst, dass das angekündigte Joint Venture von OFB Projektentwicklung GmbH Berlin und BÖAG Projekt AG Hamburg nur noch Geschichte ist und auf dem Bauschild an der Hauptstraße demnächst Ein Projekt der OFB Projektentwicklung stehen wird. Informationen gab es auch nicht zu einem für das Bauvorhaben auf dem Bahndamm bisher unbekannten neuen Namen: Ten Brinke Group.

 

 

 

 

 

Die Baucontainer waren nicht zu übersehen, auch nicht die Erdarbeiten entlang der Grundstücksgrenze zwischen Lauter- und Handjerystraße – unmittelbar neben dem unter Denkmalschutz stehenden Kleingleichrichterwerk des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf, das der Architekt Richard Brademann 1928 als Sichtziegelmauerwerk in expressionistischen Formen erbaut hatte. Holen wir das nach: Nach eigenen Angaben baut und verkauft die Ten Brinke Group als Bauträger bundesweit Eigentumswohnungen und Häuser, arbeitet überwiegend mit regionalen Partnern – auch in den Niederlanden, Spanien und Portugal.

 

Für die Friedenauer wäre es interessant gewesen, von Dilek Kolat etwas über das Gerücht zu erfahren, dass der EDEKA-Markt von Görse & Meichsner in der Handjerystraße 98-99 für 12 Monate schließen muss. Das erledigte die Geschäftsleitung einige Tage später in einer Gegendarstellung: Wir stellen richtig!!! Dieses ist ein Wunschdenken eines Berliner Baulöwen und entspricht nicht den Tatsachen. Wunsch und Wirklichkeit klaffen hier weit auseinander. Richtig ist, dass wir einen sehr langen Mietvertrag haben und diesen auch zugunsten unserer Kunden ausschöpfen. Richtig ist, dass wir durch den Baulöwen unsere 30 Parkplätze direkt neben unserem EDEKA-Markt verloren haben, um eine 6,50 m breite Zufahrtsstraße zu bauen, damit die Mieter in der Friedenauer Höhe über die Handjerystraße ihre Wohnungen erreichen können. Bei 1500 Wohnungen wird es ein hohes Verkehrsaufkommen in der Handjerystraße geben. Nichts bleibt hier so wie es heute ist. Wir bleiben geöffnet und schließen nicht!