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Aktualisiert am 8. Dezember 2018

 

 

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Ehrengrabstätten - neu-ernannte und wieder-ernannte

 

 

 

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Ehrengrabstätten für Ottomar Anschütz, Gustav Eberlein und Jeanne Mammen

 

Der Senat von Berlin hat in seiner Sitzung am 06.11.2018 mit Senatsbeschluss Nr. S-1667/2018 die Anerkennung der Grabstätten von Ottomar Anschütz, Gustav Eberlein und Jeanne Mammen als Ehrengrabstätten des Landes Berlin für die Dauer von 20 Jahren beschlossen.

In nächster Zeit werden die Grabstätten als Ehrengrabstätten in der üblichen Form (brauner Stein mit Landeswappen und der Aufschrift „Ehrengrab Berlin“) kenntlich gemacht werden. Der Friedhof wird gebeten werden, am Eingang einen Hinweis auf die Grabstätten aufzunehmen. Sollten keine die Grabpflege tragenden Hinterbliebenen oder Dritte vorhanden sein, tritt hier das Land Berlin ein.

Die Mitteilung der Senatskanzlei ist nicht ganz korrekt.

Das Grab von Ottomar Anschütz (1846-1907) auf dem Friedhof Stubenrauchstraße (Grablage 31-23/24) war seit 1907 Ehrengrab. Am 06.10.1987 wurde die Ehrengrabstätte durch Senatsbeschluss bestätigt. 2009 erfolgte die Aufhebung. Nach weltweiten Protesten sah sich das Land Berlin 2018 gezwungen, der Grabstätte wieder den Status einer Ehrengrabstätte zuzugestehen. Da das für den Friedhof zuständige Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg die Grabstelle seit 2009 nicht mehr gepflegt hat und dem Verfall überließ, besteht jetzt die Verpflichtung, den ursprünglichen Zustand von 1907 wied

Das Grab des Bildhauers Gustav Eberlein (1847-1926) auf dem Alten St. Matthäus-Friedhof (Grablage Q-o-49), der die Denkmale für Richard Wagner und Albert Lortzing im Berliner Tiergarten sowie zusammen mit dem Friedenauer Bildhauer-Atelier von Valentino Casal das Goethe-Denkmal in Rom geschaffen hatte, und nach Reinhold Begas der meist beschäftigte Künstler der Berliner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts war, wurde durch Senatsbeschluss vom 23.09.1990 zur Ehrengrabstätte des Landes Berlin erklärt. 2014 erfolgte die Aufhebung. Auch dieser Beschluss führte zu Protesten, da u.a. bekannt wurde, dass im Städtischen Museum Hannoversch Münden über 300 Gips-Originale auf die Schutthalde geworfen worden waren, von denen zwischen 1883 und 1889 rund 80 Skulpturen und 11 Gemälde in einer Fußbodenpacklage entdeckt und restauriert werden konnten, die sich nun u.a. im Deutschen Historischen Museum Berlin befinden.

Eine Ehrengrabstätte für Jeanne Mammen war überfällig. Der Entschluss des Senats ist wohl vor allem auf die Resonanz der Ausstellungen „Berlin – Stadt der Frauen“ (Stadtmuseum Berlin, 2016) und „Jeanne Mammen. Die Beobachterin. Retrospektive 1910–1975“ (Berlinische Galerie, 2017/18) zurückzuführen. Das Urnengrab von Jeanne Mammen befindet sich im Columbarium Friedhof Stubenrauchstraße (Tiefgeschoss, Urnenraum 45, Nr. 97). Mit Blick auf die dortigen Gegebenheiten ist es kaum vorstellbar, wie die Kennzeichnung (brauner Stein mit Landeswappen und der Aufschrift „Ehrengrab Berlin“) erfolgen soll. Sicherlich werden der (kommunalen) Friedhofsverwaltung von Tempelhof-Schöneberg dazu umfangreiche Verwaltungsvorschriften zur Verfügung gestellt. Ein erster Schritt wäre getan, wenn das Bezirksamt schnellstens dafür Sorge tragen würde, dass das Tiefgeschoss des Columbariums insgesamt in einen würdigen Zustand versetzt würde.

 

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